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Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

Andreas Steinhöfel
Die Mitte der Welt


Hörbuch Hamburg, 2004
Anzahl CDs: 8
Laufzeit in Minuten 575
gekürzte Lesung

Lesealter: ueber 12

Sprecher: Rufus Beck

Hoerprobe 1 (mp3, 0.5 MB)

Bestellen bei amazon.de

Geniales Comming-off-Age aus deutschen Landen

Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt

Dieses Buch sticht nicht nur wegen der Thematik, sondern auch wegen seinem Schreibstil erheblich aus der Masse der Kinder- und Jugendbücher in Deutschland heraus. In poetischen Bildern zaubert Steinhöfel das Bild zweier Außenseiter in unseren Köpfen, die mit alltäglichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Phil und Dianne, so die Namen der beiden Protagonisten, Zwillingsgeschwister obendrein, leben mit ihrer Mutter Glas in einem "Visible" genannten Haus außerhalb einer kleinen Stadt. In den ersten Jahren der Kindheit dringt kein weiteres Lebewesen, bis auf die beste Freundin der Mutter, in dieses Idyll.

Erst mit dem Schulbeginn beginnt die eigentliche Sozialisierung der beiden - und schlägt auf Grund der Ablehnung durch die Dorfbewohner fehl.

Wir dürfen die beiden bis zum Ende der Pubertät begleiten. Zwei völlig verschiedene Entwicklungen werden hier durchlaufen, obwohl die Grundvoraussetzungen identisch sind. Hier ist Steinhöfel eine wunderbare Psychologisierung gelungen. Auch die Konflikte innerhalb der Familie, die Sprachlosigkeit zwischen den drei fast wie Inhaftierte lebenden, vermag er plausibel und stimmig darzustellen.

Ganz besonderen Wert hat Steinhöfel auf den Wechsel der Positionen der Kinder gegenüber der Mutter gelegt. Zu Beginn der Geschichte ist sie eher negativ belegt erfährt dann im Laufe der Zeit jedoch so etwas wie eine Rehabilitation. Das Verständnis der Kinder für das Verhalten der Mutter reift erst heran, als die Kinder in die Pubertät kommen und diese durchschreiten.

Recht früh wird klar, das Phil homosexuell ist. Diannes Neigungen werden nicht klar spezifiziert, so dass erst kurz vor Ende des Buches aufgeklärt wird, ob auch sie die gleichgeschlechtliche Liebe bevorzugt.

Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen sowohl für Jugendliche als, und gerade auch, für Erwachsene.

Die Lesung von Rufus Beck tut ein Übriges, dieses Buch zu einem Lesevergnügen und Hörgenuss zu machen.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

„So wurden Dianne und ich geboren: nassen, kleinen Tieren gleich fielen wir auf den verkrusteten Schnee. Glass, obwohl sie es besser wissen müßte, besteht noch heute darauf, jener weit zurückliegenden Morgen sei ein magischer Moment gewesen.“

Was immer ein normales Leben auch sein mag – Phil hat es nie kennen gelernt. Er kennt nicht einmal seinen Vater. Die Gegenwart ist chaotisch, von der Zukunft hat er keine Vorstellung. Mit Glass und seiner Zwillingsschwester Dianne wohnt er am Rande einer Kleinstadt. Eine skurrile Familie. Die Mutter führt Buch über die wöchentlich wechselnden Liebhaber, die Schwester schweigt, sie hat ein Geheimnis. Dazu kommen Annie, die durchgeknallte Alte mit den roten Schuhen, die ununterbrochen Kirschlikör schlürft, Wolf, der Mitschüler mit den Narben auf der Seele, und Nicholas, der Unerreichbare, in den er sich unsterblich verliebt. Phil ist auf der Suche nach Liebe und Sicherheit. Er sehnt sich nach Orientierung und Perspektiven. Und vor allem danach, mehr über sich selbst zu erfahren...

„Die Mitte der Welt“ ist ein Entwicklungsroman par excellence, eine Geschichte vom Glück und den Schmerzen des Erwachsenwerdens.


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