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William Shakespeare - Macbeth

William Shakespeare
Macbeth


Sonstige, 2005
Anzahl CDs: 2
Laufzeit in Minuten 156
ungekürzte Lesung
Sprecher: Katharina Thalbach
Übersetzer: Thomas Brasch

Hoerprobe 1 (mp3, 0.9 MB)
Hoerprobe 2 (mp3, 0.9 MB)

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Starke Frauenstimme

William Shakespeare - Macbeth

Ich glaube nicht, dass es nötig ist, hier noch ausführlich auf den Inhalt von Shakespears Macbeth einzugehen. Das Drama handelt von einem schottischen König, der mit Hilfe seiner Frau zum Herrscher aufsteigt und wieder zu Fall kommt.

Wenden wir uns lieber der Darbietung des Hörbuches zu. Zum einen wird den Shakespear-Kenner sicherlich freuen, dass das Hörbuch auf der hervorragenden Übersetzung von Thomas Brasch beruht. Somit ist gewährleistet, dass der in dem Ursprungstext vorhandene Wortwitz und feinste Nuancen bestmöglich ins Deutsche übertragen wurde.

Als ich hörte, dass Macbeth von Katharina Thalbach vorgetragen werden soll, war ich zuerst entsetzt, kannte ich Ihre raue, kräftige Stimme doch nur als recht wenig variationsfähiges Ausdrucksmittel. Allerdings hat mich Katharina Thalbach bei diesem Hörbuch eines anderen belehrt. Es ist schon beeindruckend, wie Sie es schafft, den einzelnen Charakteren ihre individuelle Stimme zu verleihen: Sie ist Banquos Geist, Macduff und vor allen Dingen ist Sie Lady Macbeth. Als ein ähnlich virtuos vorgetragenes Hörbuch der neueren Zeit ist mir auf Anhieb nur Ulrich Mathes Vortrag von Haruki Murakamis „Mister Aufziehvogel" präsent.

Fazit: Ein fesselndes Drama, perfekt inszeniert von Katharina Thalbach, dass in keiner ernsthaften Audio-Book-Sammlung fehlen darf.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Mit Macbeth, der letzten und kürzesten Shakespeare-Tragödie, eröffnet tacheles hier eine Shakespeare-Reihe. Es ist auf den ersten Blick nicht mehr als eine ungekürzte Lesung der Übersetzung Thomas Braschs, unüberhörbar vorgetragen von Katharina Thalbach. Doch wie die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin und Regisseurin das tut, ist einfach umwerfend: nicht nur, dass sie alle Rollen spricht und jeder Figur ihr eigenes, unverkennbares Auftreten schenkt, nein, sie transportiert mit ihrer Stimme auch das Bühnenbild und liest den gesamten Text, inklusive aller Aktangaben und Regieanweisungen.
Vielleicht liegt es an der zwar eigenwilligen, dennoch höchst interessanten Bearbeitung -- im Gegensatz zu den Shakespeare-Übersetzungen von Schlegel und Tieck verfasste Brasch sie in einer zeitgenössischen Sprache, ohne dabei das Original zu verleugnen --, vielleicht liegt es an Katharina Thalbachs Vita, die im Zusammenleben mit Brasch dem großen Dichter nahe kam, vielleicht ist es auch die Mischung aus beidem, jedenfalls ist ihre wenig spektakuläre Lesung ein Meisterstück an Interpretation eines Klassikers. Die Schauspielerin zieht hier alle Register ihres Könnens. Unverkennbar ist es immer ihre Stimme, mit der sie die Geschichte des berühmten Schotten vom loyalen Feldherrn zum Königsmörder zeichnet. Sie schafft es scheinbar mühelos, den dramatisch verdichteten Ablauf so spannend in Szene zu setzen, dass man die Tragödie in einem Stück anhört. Ihre außergewöhnlich virtuose Lesung – heulend und krähend liest sie die Hexen, hin- und hergerissen zwischen Skrupeln und Faszination der Macht gibt sie die Monologe Macbeths wieder und zischend vor Ehrgeiz spricht sie die anstachelnde Lady Macbeth -- driftet nie ins Übertreibende ab.

Macbeth ist ein zeitlos gültiger, äußerst komplexer Stoff: Machtgier, Verführung, Verlust von moralischen Skrupeln und schließlich der Sturz in den eigenen Abgrund hat der Dichter ungekünstelt, äußerst ‚realistisch’ und in faszinierend lebendiger Sprache dargestellt. Diese Komplexität und Psychologie machen ihn so modern. Höhepunkte der allgemein gültigen Erkenntnisse über den Menschen sind z. B. die Szenen, in denen die Macht des Schlafes und das ‚Saufen und die Geilheit’ beschrieben werden.

Genau von dieser Komplexität und dem psychologischen Wissen war Thomas Brasch (1945-2001) fasziniert. Der Sohn eines jüdischen Emigranten und späteren DDR- Politikers kam 1946 in die DDR. Nachdem er als Setzer und Schlosser arbeiten musste und wegen des Protestes gegen den Einmarsch in die Tschechoslowakei zu 27 Monaten Haft verurteilt worden war, siedelte er 1977 mit seiner Lebensgefährtin Katharina Thalbach in den Westen. Bis er sich in den neunziger Jahren seinem gewaltigen Projekt, den Shakespeare-Übersetzungen, ganz widmete, war er ein erfolgreicher Schriftsteller.

Fazit: ein kaum zu übertreffendes Duo: Katharina Thalbach und die Nachdichtung von Thomas Brasch. Mit ihrer vielstimmigen Glanzleistung hat die Sprecherin einen Klassiker zu neuem Leben erweckt. Auf die Fortsetzung mit Romeo und Julia darf man gespannt sein!

Ungekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 156 Minuten, 2 CDs. Mit einem Brief Katharina Thalbachs an Thomas Brasch im Booklet. 

(C) Amazon


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Webmaster: Jan Rintelen, Zürich/Schweiz Kontakt: rezensionen.ch