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Bertolt Brecht - Geschichten vom Herrn Keuner

Bertolt Brecht
Geschichten vom Herrn Keuner


Der Audio Verlag, 2005
Anzahl CDs: 1
Laufzeit in Minuten 44
ungekürzte Lesung
Sprecher: Manfred Krug

Hoerprobe 1 (ram, 0 MB)

Bestellen bei amazon.de

Manfred Krugs geniale sensible Interpretation

Bertolt Brecht - Geschichten vom Herrn Keuner

Bertold Brecht, einem großen Publikum durch die „Drei-Groschen-Oper", „Mutter Courage" oder „Galileo Galilei" bekannt, hat neben seinen Dramen und Lyriken auch großartige Prosa verfasst. Zwei seiner bekanntesten Werke sind die Kalendergeschichten und die Erzählungen rund um die Kunstfigur „Herr Keuner", der zu Recht als Brechts alter ego bezeichnet wird.

Im Jahre 2000 wurde im Nachlass einer schweizerischen Dokumentarfilmerin ein großer Koffer mit Brecht-Texten gefunden. Das vorliegende Hörbuch beinhaltet nun 12 dieser neu aufgefundenen Geschichten sowie 38 der bereits bekannten Texte.

Vorgetragen wird das Hörbuch von Manfred Krug. Wer sich ein bisschen mit der Yellow-Press auskennt, der wird wissen, dass Manfred Krug schon zu den „etwas schwierigeren" Zeitgenossen gezählt wird. Auch seine schauspielerischen Leistungen etwa in „Berlin Alexanderplatz" zeugen von der Ausdrucks- und Sprachgewalt seiner Stimme.

Aber überraschenderweise trägt Manfred Krug dieses Hörbuch mit einer bemerkenswerten Eleganz und Lässigkeit vor, ohne jedoch in Schnodderigkeit abzugleiten. Mit leichter Ironie und perfekter Intonation präsent Manfred Krug Herrn Keuner als den Kauz, als den ihn Bertold Brecht erschaffen hat. Die kleinen feinen Zwischentöne in den fast schon als Parabeln zu bezeichnenden kurzen Prosastücken kommen durch diese Art der Rezitation erst richtig zur Geltung.

Für alle Brecht-Fans und solche, die Brecht bisher nur als nicht gerade leicht zu verstehenden Dramatiker kennen, ein unbedingtes Muss.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Manfred Krug liest alte und neue Geschichten vom Herrn K.

Bertolt Brecht erfand vor 75 Jahren die Figur "Herr Keuner", deren Spruchweisheiten, Aphorismen und Parabeln um die ganze Welt gingen. Herr K. schätzt Freundlichkeit sehr, verliert sich in philosophischen Gedanken und hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl - ganz wie sein Erfinder und Alter ego Bertolt Brecht. 2004 fand man in Zürich einige unscheinbare Pappschachteln, die eine literarische Sensation auslösten: Sie bargen u. a. eine Mappe mit 15 bisher unbekannten Keuner-Geschichten. Manfred Krug, dessen eigene Karriere einst in Brechts Berliner Ensemble begann, lädt zu einer Begegnung mit dem alten und neuen Keuner ein. In dieser Lesung trifft der beliebte und kantige Schauspieler seinen ganz eigenen, feinen Brecht-Ton - geradezu zärtlich, heiter und ironisch.

"Herrn Keuners Laster ist, kalt und unbestechlich zu denken." Walter Benjamin

Krug zeigt mit Brecht, dass Lebenslust und Lebensweisheit sich nicht widersprechen. [...] Die Aufnahmen sind ein funkelndes Bruchstück des Brechtwerkes, nachgeschliffen von Manfred Krug. Sie machen den Hörer zum Leser und also selbsttätigen Schatzheber.
Berliner Zeitung (24.8.2006)

Sanft wie Lava quillt die Stimme Manfred Krugs aus den Lautsprechern. Er liest dem Hörer die alten und neuen Geschichten des Herrn Keuner mit einer liebevollen Penetranz direkt in die Seele. Wer Brecht schon immer mochte, kann hier ungesehen zulangen. Wer sich auf Entdeckungsreise begeben möchte und seine Arbeiten erst kennen lernen will, sollte diese CD ebenfalls sein eigen nennen.
(Freies Radio StHörfunk, 17.4.2005)

Es ist ja wieder Zeit für Brecht. Für die Anstößigkeit des Widerspruchs. Für die doppelte Negation. Für die Verknappung des Gedankens bis in die aphoristische Zuspitzung. Für die Provokation. Das freundlich unerbittliche Gerechtigkeitsgefühl, immer in Kämpfe verwickelt. Nichts an diesen extrem verdichteten Texten - sie Geschichten zu nennen heißt auch, Erwartungen an Erzählen zu enttäuschen - versteht sich leichthin, nebenher. Krugs Stimme zwingt einen fast zärtlich, verstehen zu wollen.
Die Zeit (17.2.2005)


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