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Ake Edwardson - Der Himmel auf Erden

Ake Edwardson
Der Himmel auf Erden


List Verlag, 2004
Taschenbuch
464 Seiten

Hoerprobe 1 (mp3, 1.8 MB)

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Meine Erwartungen wurden bei weitem nicht erfüllt

Ake Edwardson - Der Himmel auf Erden

Dies ist Kommissar Erik Winter's fünfter Fall. Im Gegensatz zu Mankell's Wallander ist er jünger, dynamischer, zeichnet sich durch psychologisches Feingefühl, seiner Vorliebe für Jazzmusik und Zigarillos sowie seines chaotischen Junggesellenlebens aus.
Im Laufe der vier vorhergegangenen Romane entwickelt sich parallel zu den jeweiligen Fällen auch das Privatleben von Winter. Im nun vorliegenden Fall kehrt er gerade aus dem Erziehungsurlaub an seine Dienststelle zurück.

Wie so häufig bei Serien, in denen auch eine persönliche Entwicklung der Hauptfigur stattfindet, laufen neben den Ermittlungen auch persönliche Tragödien und Erfolgserlebnisse ab. Die persönliche Welt wird immer in irgend einer Weise in die Fälle miteinbezogen respektive persönliche Erlebnisse führen zu neuen Aspekten in den Ermittlungen. So weit, so gut.
Allerdings übertreibt im neuesten Fall Edwardson die Verknüpfung von Dienst und Privatleben zu sehr. Nun, da Winter Vater einer Tochter ist, die gerade in den Kindergarten kommt, just zu diesem Zeitpunkt taucht ein Täter auf, der ständig aus schlecht beaufsichtigten Kindergärten Kinder entführt - und sie wieder unversehrt zurück bringt. Hm. Können wir im nächsten Fall damit rechnen, dass ein Immobilienmakler, der Winter eine Wohnung verkauft, in dubiose Spekulationen verstrickt ist? Oder das Winter als Hunde-Eigentümer eines seltenen thaiwanesischen Chou-Chou-Albinos einem Ring von illegalen Tierimporten auf die Schliche kommt oder das Winter in seinem Urlaubsort, einem stillen, verschwiegenen, touristisch bisher völlig unerschlossenem Ort auf Mallorca einem Fall von Sonnenöl-Panscherei auf die Spur kommt???

Man kann alles auf die Spitze treiben bzw. soweit, dass es schon zur Karrikatur oder völlig unglaubwürdig wird. Meiner Meinung nach ist dies hier geschehen. Die Parallelität hier wirkt zu aufgesetzt, zu konstruiert. Mag es auch dazu dienen, hier die Problematik "wie bringt man Kinder und Berufstätigkeit unter einen Hut, ohne eines von beiden zu vernachlässigen" zu verdeutlichen. Für jeden, gleich ob bereits Eltern oder nicht, sind die Ur-Ängste vorstellbar, die durchlebt werden, wenn in der näheren Umgebung plötzlich Verbrechen an Kindern begangen werden. Es ist nicht wirklich beruhigend, dass auch Kriminalkommissare die gleiche Bedrohung empfinden und ihr genauso hilflos gegenüber stehen wie wir Normalos.

Schließlich die Art und Weise, wie in diesem Roman die Geschichte voran schreitet. Kurz gefaßt - zäh wie Rübensirup. Es finden immer wieder endlose innere Monologe von Winter statt, die in ihrer Essenz zu dem immer selben Schluss führen: Eltern werden ist nicht schwer - Eltern sein dagegen sehr.

Wow. Eine völlig überraschende und in dieser Klarheit nie vorher gelesene Erkenntnis.

In einem Krimi erwarte ich Spannung, Überraschungen und unvorhergesehene Ereignisse ausgelöst durch schattenhafte Personen, übersehene Querverbindungen, skurille Menschen, pittoreske Orte und einen menschlichen Kommissar, der jedoch durch sein psychologisches Geschick in der Lage ist, letztendlich seine eigenen Ängste zu bekämpfen ja sie sogar als Waffe gegen "Das Böse" einzusetzen. Nichts von alledem geschieht in diesem Roman.

Fazit: Der bisher schlechteste Roman von Ake Edwardson mit einer unglaubwürdigen Story und schleppendem Handlungsverlauf.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Der Verlag über das Buch
»Winter hatte eine Vorahnung, die Entsetzliches ankündigte. War sie erst einmal da, verschwand sie nicht wieder.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext
Göteborg im Herbst. Nach seinem Vaterschaftsurlaub an den vertrauten Schreibtisch bei der Kriminalpolizei zurückgekehrt, wird Kommissar Erik Winter ein merkwürdiger Fall übertragen. Gleich mehrere junge Männer wurden nachts auf menschenleeren Plätzen von hinten angefallen und mit einem schweren Gegenstand niedergeschlagen. Keiner will den Angreifer gesehen, kein Opfer das andere gekannt haben.

Doch ein anderer Fall bereitet Erik Winter mehr Sorgen: Nach und nach gehen bei der Polizei Meldungen verängstigter Eltern ein, ihre Kinder seien von einem unbekannten Mann aus ihrer Tagesstätte entführt worden. Aus den Aussagen der Kinder etwas zu schließen ist nicht leicht, doch Winter ist hellhörig geworden, denn auch die Tagesstätte seiner Tochter Elsa ist betroffen. Die Kinder erzählen nur, dass der »Onkel« ihnen ein Spielzeug weggenommen habe und dass ein kleiner Papagei vom Rückspiegel seines Autos baumle.


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