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Andrej Kurkow - Picknick auf dem Eis

Andrej Kurkow
Picknick auf dem Eis


Sonstige, 2002
Anzahl CDs: 4
Laufzeit in Minuten: 280
gekürzte Lesung
Sprecher: August Zirner

Hoerprobe 1 (mp3, 0.5 MB)

Bestellen bei amazon.de

Porträt eines Schreibtischtäters

Andrej Kurkow - Picknick auf dem Eis

Picknick auf dem Eis schildert in kühlem, verhaltenen Ton das Leben von Viktor, einem Schriftsteller, der zwischen journalistischen Versuchen und kleinen Prosa-Arbeiten stecken geblieben ist. Er hat keine Freunde, keine Familie, keine Partnerin aber er lebt mit einem deprimierten Kaiserpinguin zusammen, den der Zoo aus Geldmangel abschaffen mußte.

Per Zufall wird er als Nekrologe engagiert, schreibt also Nachrufe. Diese jedoch nicht erst, wenn der Todesfall eintritt, sondern bereits im voraus, was im Journalismus üblich ist.

Von seinem Chefredakteur erhält er Dossiers, nach denen er die Nekrologe in schwulstigem, überladenen Stil schreibt. Dies steht in krassem Kontrast zu der Unterkühltheit, mit der der Autor das Leben von Viktor schildert. Diese Unterkühltheit ist das Äquivalent einer Haltung, ohne die man das Leben in dieser Gesellschaft nicht mehr erträgt. Einer Gesellschaft, in der durch Bestechung alles möglich ist, in der eine Art Mafia bestimmt, wer lebt und wer stirbt. Abgebrühtheit, Galgenhumor und ein gewisser Fatalismus sind bestimmend für diese Gesellschaft, die keinerlei Hoffnung auf Besserung der Zustände hegt, weder in der Gegenwart noch in der Zukunft.

Das plötzlich einige der Personen, auf die Viktor Nachrufe schreibt, tödlichen Unfällen zum Opfer fallen, beunruhigt ihn nicht weiter, auch wenn ihm bewußt wird, dass er als Schreibtischtäter für ein Killerkommando der Mafia arbeitet.

Aber als eines Tages jemand bei ihm erscheint, um für einen Nachruf auf Viktor zu recherchieren, wird ihm der Boden zu heiß und er beschließt zu fliehen.

Fazit: Picknick auf dem Eis ist ein Roman, der ohne große Beschreibungen, dafür mit einem treffenden Bild Russlands aufwartet. Ereignisse werden überwiegend in Dialogform präsentiert, die Entwicklung der Geschichte erfolgt schnell und mit ironsichem Unterton. Allerdings bleibt einem das Lachen an einigen Stellen im Hals stecken und man fragt sich, ob der Autor nicht besser daran getan hätte, manche Ideen nicht bis zum Exzess zu entwickeln.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Viktor ist einsam. Seine letzte Muse hat ihn verlassen, nun lebt er allein, in trauter Zweisamkeit mit einem Pinguin namens Mischa, den der Kiewer Zoo nicht mehr ernähren kann. Um sich seine Brötchen - und den Fisch für Mischa - zu verdienen, schreibt er für eine große Tageszeitung in Kiew Nekrologe im Voraus über Neureiche und Mafiosi. Wie jeder Autor möchte Viktor seine Texte auch veröffentlicht sehen. Ein Wunsch, der beängstigend schnell in Erfüllung geht.


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