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Ake Edwardson - Zimmer Nr. 10

Ake Edwardson
Zimmer Nr. 10
Rum nummer 10

claasen Verlag, 2006
Anzahl CDs: 5
Laufzeit ca. 450 Min
gekürzte Lesung
Sprecher: Boris Aljinovic
Übersetzer: Angelika Kutsch

Leseprobe 1 (pdf, 0.1 MB)

Hoerprobe 1 (mp3, 0.5 MB)

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Ein neuer Fall weckt alte Erinnerungen

Ake Edwardson - Zimmer Nr. 10

Paula Ney wird erhängt in einem Hotelzimmer eines billigen Stundenhotels aufgefunden. Der gefundene Abschiedsbrief könnte sowohl eine Lebensbeichte als auch die wütende Anklage gegen ihren Mörder sein. Eine der Hände der Toten ist mit Farbe weiß gestrichen. All diese Details stellen die Ermittlungsgruppe rund um Kommissar Eric Winter vor viele ungelöste Fragen. Weitere Ungereimtheiten ergeben sich, als man die Freundin befragt, mit der Paula Ney den letzten Abend vor ihrem Tod verbracht hat sowie die Eltern der Toten. Wollte Paula aus ihrem bisherigen Leben entfliehen? Als Eric Winter den Tatort besichtigt, wird er an einen Fall erinnert, der 20 Jahre zurück liegt und für ihn von besonderer Bedeutung ist. Das Verschwinden von Ellen Börge war der erste Fall seiner langjährigen Polizeikarriere – und „seine erste Niederlage in einer langen Folge von Niederlagen“. Beide Fälle endeten im Zimmer No. 10 der Absteige und in Eric Winter keimen Befürchtungen auf, dass dies die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Fällen bleiben wird denn egal in welche Richtung ermittelt wird, letztendlich laufen alle Spuren und Indizien ins Leere. 


In Ake Edwardsons Roman „Zimmer No. 10“ lernen wir einen gänzlich anderen Kommissar Eric Winter kennen: nach 20 Jahren im Polizeidienst ist er dienstmüde. Es stellt sich für ihn die Frage, ob er langsam an den Ruhestand denken soll, eine weitere Karriere anstreben oder etwas völlig Neues beginnen soll. Einerseits liebt er seinen Beruf, andererseits nervt ihn diese ständige Fragerei, die ständige Auseinandersetzung mit Lügnern, das ständige Entscheiden zwischen „Ja und Nein“, „Schwarz oder Weiß“. Neben seiner beruflichen Desorientierung stellt sich eine ähnliche Frage auch in seinem Liebesleben: Liebt er seine Lebensgefährtin Angela oder ist es nur die Gewohnheit, die sie zusammenleben lässt? 
Kunst statt Eitelkeit
 Boris Aljinovics Lesung bringt all diese widerstrebenden Gefühle zu Gehör. Bereits mit den ersten Worten wird sich der Hörer des müden Tons bewusst, den er den Passagen unterlegt, die Eric Winter betreffen. Auch wenn er, wie im Telefonat mit Angela, fröhlich, entschlossen und entspannt redet, klingt hintergründig doch immer wieder diese Müdigkeit durch – der Zwang, Entscheidungen treffen zu müssen scheint den für seine Hartnäckigkeit berühmten Kommissar völlig zu überfordern. Doch dies sind nicht die einzigen Stellen, bei denen der Sprecher zu glänzen weiß. Wie in vielen ähnlichen Romanen ist es nicht ein einzelner Ermittler, sondern eine Gruppe von Polizisten, deren Leben und Ermittlungsmethoden so etwas wie eine Rahmenhandlung bilden. Ake Edwardson nervt jedoch seine Hörer nicht mit dem Wiederkäuen von Personensteckbriefen. Stattdessen werden seine Figuren dadurch lebensecht, dass sie Gefühle und wieder erkennbare Verhaltensmuster haben. Beispielsweise klingt in diesem Roman Eric Winter müde, teils genervt und demotiviert, hingegen sein Kollege xxx ruppig-schroff bis fast zur Verächtlichmachung seiner Kollegen; dessen Gegenpol ist der bäurich-bedächtige xxx, der so klingt, als habe er Mühe, dass Gesagte schnell zu verarbeiten, dann jedoch den Hörer durch brillante Schlussfolgerungen überrascht. 
Ake Edwardson legt mit dem siebten Roman rund um Kommissar Winter wieder eine gelungene Mischung aus psychologischem Porträt, spannender Handlung und interessanter Ideen vor, die den Hörer bis zu letzt fesselt – nicht zuletzt wegen der äußerst gelungenen Interpretation von Boris Aljinovics, der letzthin auch mit der Lesung von Patricia Cornwells „Gefahr“ zu überzeugen wusste. Mit „Zimmer No. 10“ zeigt er, dass er nicht eine einmal gefundene „Masche“ ausreizt, sondern seinen Vortrag von den intertextuellen Bezügen leiten lässt. Dies ist dahingehend beeindruckend, weil es zum einen unprätentiös, zum anderen mutig ist. Wenn der Vortragende hinter den Vortrag zurücktritt, muss es seine schauspielerische Leistung sein, die überzeugt. Bei einem nicht-visuellen Medium wie einem Hörbuch ist dies besonders schwierig, da der Wiedererkennungswert einer Stimme im Vergleich zu einem Gesicht oder der Mimik verschwindend gering ist, wenn man nicht eine besonders markante Stimme besitzt wie Christian Brückner. Boris Aljinovic ist ein eine künstlerisch hervorragende Lesung gelungen und hat beeindruckend unter Beweis gestellt, was ein Sprecher leisten kann, wenn man, wie beispielsweise auch Gert Westphal, Christian Brückner oder Ulrich Matthes, Kunst vor Eitelkeit setzt.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Claassen Verlag:
In einem verrufenen Hotel mitten in Göteborg wird eine junge Frau tot aufgefunden – sie wurde erhängt. Ihre mit weißer Farbe bemalte Hand gibt Erik Winter Rätsel auf. Weitere Morde geschehen, und plötzlich gerät Winter selbst in Gefahr.

Nach über zwanzig Jahren im Polizeidienst hat Erik Winter eine Krise. Wohin führt sein Leben? Hat die Beziehung mit Angela eine Zukunft? Er ist entschlossen, eine Auszeit zu nehmen und alles zu überdenken. Doch dann geschieht ein Mord. In einem Göteborger Hotel wird eine junge Frau erhängt. Ihr Tod sieht wie ein Selbstmord aus, aber der Abschiedsbrief von Paula Ney enthält keinerlei Hinweise auf die Hintergründe der Tat. Wenig später findet man auch Paulas Mutter tot auf, und für Winter rückt ein Indiz in den Mittelpunkt der Ermittlungen: Beide Leichen haben eine weiß bemalte Hand.Winter erinnert sich an einen ungelösten Fall, der zwanzig Jahre zurückliegt. Die erfolglose Suche  nach der vermißten Ellen Börge endete in genau jenem Hotelzimmer Nr. 10, in dem Paula Ney gefunden wurde. Als Erik Winter diesen alten Fall aufgreift, gerät er plötzlich selbst in das Visier des Mörders…

Pressestimmen:

»Die 475 Seiten lange Reise in die Abgründe der menschlichen Seele bietet Spannung pur und psychologischen Tiefgang.«
DRESDNER MORGENPOST


»Åke Edwardsons schwedischer Kultkommissar Erik Winter ermittelt in seinem siebten Fall – und der elektrisiert bin in die Haarspitzen. Zimmer Nr.10 ist durchgängig ein Spitzen-Krimi, wunderbar flüssig und elegant geschrieben.«
BILD AM SONNTAG


»Ein Krimi wie eine Gletscherspalte - da geht es tief runter in eisige Kälten.«
tz  München


»Edwardson ist ein beklemmender Spannungsroman gelungen. In seinem feinfühligen Kommissar Erik Winter haben Deutschlands Krimifans längst einen neuen Lieblingsfahnder gefunden.«
CUXHAVENER NACHRICHTEN


»... wer Åke Edwardsons siebten Kommissar-Winter-Krimi einmal zu lesen begonnen hat, wird ihn so schnell nicht wieder aus der Hand legen.«
dpa


»Beeindruckend ist vor allem Edwardsons Sinn für Details und die seelischen Abgründe seiner Hauptpersonen.«
BRIGITTE EXTRA



Hörbuch Hamburg:
Tatort-Kommissar Boris Aljinovic liest den neuen Edwardson
Eine junge Frau wird tot in dem Zimmer Nummer 10 eines zwielichtigen Hotels mitten in Göteborg aufgefunden – sie wurde erhängt. Einzige Anhaltspunkte der Polizei sind ein Abschiedsbrief, eine rätselhafte Videoaufnahme sowie die mit weißer Farbe bemalte Hand des Opfers. Als Kommissar Erik Winter am Tatort eintrifft, erkennt er, daß er dieses Zimmer schon einmal als Ermittler betreten hat. Vor 20 Jahren endete hier die bis auf den heutigen Tag erfolglose Suche nach der vermißten Ellen Börge. Während Winter mit seiner Familie eine 6-monatige Karriere- Auszeit in der spanischen Sonne plant, werden die Ermittlungen immer komplizierter. Es kommt zu weiteren mysteriösen Morden. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich und werfen immer neue Fragen auf: Was hat die verschwundene Frau von damals mit den Morden von heute zu tun? Und warum verhalten sich alle Beteiligten, als hätten sie etwas zu verbergen? Erst spät erkennt Winter, was hinter den Verwicklungen um das geheimnisvolle Zimmer Nummer 10 liegt – und das bringt ihn in höchste Lebensgefahr...



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