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R. Scott Bakker - Schattenfall - Der Krieg der Propheten Teil 1

R. Scott Bakker
Schattenfall - Der Krieg der Propheten Teil 1


Klett-Cotta, 2006
Gebunden
656 Seiten
Übersetzer: Harald Hellmann

Leseprobe 1 (pdf, 0.1 MB)


Bestellen bei amazon.de

Prachtvoll 

R. Scott Bakker - Schattenfall - Der Krieg der Propheten Teil 1

Schon die aufwendige Aufmachung des Frontispiz hebt sich deutlich von der Vielzahl der gängigen Phantasieliteratur ab: es ist übersäht mit  kryptischen Schriftzeichen, welche an Hieroglyphen oder arabische Zeichen erinnern. Mit ähnlich prachtvoller Ausstattung geht es im Inneren weiter: eine detaillierte Karte, Glossar und ein sehr ausfühliches Personenverzeichnis sind ebenso vorhanden wie ein Lesebändchen. Und ich versichere Ihnen: in keinem anderen Phantasyroman, mit Ausnahme von Tolkiens "Silmarillion", werden sie die drei erstgenannten Ausstattungsmerkmale so oft benötigen wie hier.
Die Frage der Fragen ist jedoch: kann die literarische Qualität des Romans mit der prachtvollen Ausstattung mithalten? 

Mit allen Mitteln 


Schon der gewaltige Prolog, der fast die ersten 50 Seiten des Buches in Anspruch nimmt, entführt den Leser in eine interessante und detaillierte Phantasiewelt. Passend zur Gestaltung des Deckblatts spielt die Geschichte in einer arabisch/orientalisch angehauchten Welt, dem Reich Eärwa. Dieses ist nach einer lange vergangenen Blütezeit in eine Vielzahl von politischen und religiösen Fraktionen zerfallen. Ständige Streitereien, Intrigen, Attentate und kleinere Scharmützel reiben die Kräfte dergestalt auf, dass bisher keine Gruppe stark genug werden konnte, die Alleinherrschaft zu erreichen. Selbst strategische Eheschließungen oder der Einsatz von Mätressen als Spione brachten niemandem einen endgültigen Erfolg. Doch durch den kürzlich ausgerufenen Kreuzzug gegen die Heiden im Süden könnte sich die Gelegenheit bieten, diesem Zustand ein Ende zu bereiten. 
Wie üblich gibt es mehrere Protagonisten unterschiedlichster Provenienz zur Verdeutlichung der Strömungen und Ziele der Gruppierungen: „Anasûrimbor Kellhus, Krieger und Mönch des Ordens der Dûnyain, der junge Erbe eines vor zweitausend Jahren zugrunde gegangenen Imperiums - auf der Jagd nach seinem verschollenen Vater. Drusas Achamian, ein mächtiger Magier der gefährlichen Geheimgesellschaft Mandati, als Spion unterwegs in fremden Ländern - auf der Suche nach endgültigen Wahrheiten und der Liebe der Frauen. Und Cnaiür, scheinbar unbesiegbarer Häuptling der nomadischen Scylvendi und heimlicher Adept der Dûnyain - auf Rache am Mörder seines Vaters sinnend.  


Des einen Freud, des anderen Leid 


Der Roman wird, selbst bei anspruchsvollen Lesern, denen eine Geschichte nicht detailliert und komplex genug sein kann, zwiespältige Gefühle auslösen; bei Bücherfreunden, die sich ausschließlich an Phantasiegeschichten á la "Nijura", "Die Zwerge" oder "Magyk" laben, wird der schier überwältigende Detailreichtum vermutlich Konfusion auslösen. Unabhängig von den folgenden Anmerkungen muss man allerdings bedenken, dass dieser Roman im renommierten Klett-Cotta Verlag - Hobbit Press erschienen ist. Dieser Verlag stellt hohe Ansprüche an seine Autoren bzgl. literarischem Stil und Tiefe der erzählten Geschichte. Und so verwundert es nicht, dass man gleich zu Beginn des Romans mit einer Vielzahl von Personen, Städten, Gruppierungen, religiösen und politischen Auffassungen überschüttet wird. Natürlich relativieren sich diese Einwände im weiteren Verlauf der Geschichte rapide. Was besonders bei „Schattenfall“ auffällt, ist der durchgehend exquisite Aufbau der Charaktere, wobei sich Bakker nicht nur auf die Hauptpersonen beschränkt, sondern diese Sorgfalt bei jeder auftretenden Figur walten lässt. Der Haken dabei ist, dass die Herausbildung der Charaktere, der Anschauungen und die daraus resultierenden Handlungen der Figuren weitestgehend mittels langer Dialoge vonstatten gehen. Natürlich ergibt sich dadurch eine selten erreichte Dichte und Glaubwürdigkeit der Protagonisten, weil so jede Facette beleuchtet wird und sie sich, ähnlich einem Mosaik, Steinchen für Steinchen zu einem homogenen Ganzen entwickeln. Gerade die psychologisch ausgereiften und philosophisch fundierten längeren Dialoge haben eine unglaubliche Tiefe und üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf den Leser aus. 

Fazit: Komplexer Roman, der sich ideal für alle Freunde anspruchsvoller Phantasieliteratur eignet und dessen ganze Tragweite sich eigentlich erst beim nochmaligen Lesen eröffnet. Allerdings fällt der Einstieg etwas schwer. Doch wer „durchhält", wird mit einer Perle der modernen Phantasieliteratur belohnt und wird voller Ungeduld auf die Fortsetzung der Trilogie warten, welche dieser Tage publiziert werden wird.
Vom literarischen Niveau ist „Schattenfall“ mit Gene Wolfes Mythgarthr-Büchern zu vergleichen, die in der erzählerischen Komplexität und Dichte der Welt ähnlich anspruchsvoll und gerade deswegen so lebendig und befremdlich zugleich sind. Doch fällt der Einstieg in Wolfes Welt ungleich leichter. Im Gegensatz zur Welt von „Schattenfall“ kann man die von Wolfe kreierte Welt jedoch nur als lichtdurchflutet bezeichnen. Bei Bakker ist der Titel auch Programm und der unbedarfte Leser kann sich schon lebhaft vorstellen, was passiert, wenn ein Schatten, ein ohnehin nicht unbedingt positiv belegter Begriff, zu Fall kommt...

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

»Der erste Teil der Trilogie verdient bereits einen Platz in der ewigen Fantasy-Walhalla«
Alex Dengler (Bild am Sonntag, 8.10.2006)


Der neue Star der internationalen Fantasy legt eine grandiose Romantrilogie vor, kraftvoll, fesselnd und klug: Im mächtigen Reich Eärwa versinkt die Sonne, der Untergang steht bevor, der letzte Krieg bricht aus. Unter den Kriegern, Magiern, Mönchen und Spionen sind drei mächtige, gefährliche Männer, die ihre eigenen Interessen mit blutigem Schwert durchsetzen und die Vergangenheit rächen wollen ...

Eärwa, einstmals mächtiges Reich am großen Ozean, droht endgültig aus den Fugen zu geraten: Der Heilige Krieg gegen die Heiden im Süden wird ausgerufen, zahlreiche Krieger und Magier folgen diesem Ruf. Doch bald zeichnet sich ab, daß jede Fraktion ihre eigenen Interessen verfolgt.

Darin verwickelt: drei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, drei Schicksale, die sich zu einem verhängnisvollen Netz verweben. Anasûrimbor Kellhus, Krieger und Mönch des Ordens der Dûnyain, der junge Erbe eines vor zweitausend Jahren zugrundegegangenen Imperiums – auf der Jagd nach seinem verschollenen Vater. Drusas Achamian, ein mächtiger Magier der gefährlichen Geheimgesellschaft Mandati, als Spion unterwegs in fremden Ländern – auf der Suche nach endgültigen Wahrheiten und der Liebe der Frauen. Und Cnaiür, scheinbar unbesiegbarer Häuptling der nomadischen Scylvendi und heimlicher Adept der Dûnyain – auf Rache am Mörder seines Vaters sinnend.

R. Scott Bakker ist der Shooting Star der internationalen Fantasy – von Kritikern und Lesern gleichermaßen mit Lob überhäuft. Seine Trilogie »Der Krieg der Propheten« wird bereits als moderner Klassiker gehandelt.
Die beiden Folgebände werden bei Klett-Cotta in halbjährlichem Rhythmus erscheinen.

Die Originaltitel der Trilogie »Der Krieg der Propheten«
Band 1: The Darkness that Comes Before
Band 2: The Warrior-Prophet
Band 3: The Thousandfold Thought

Stimmen zum Buch

»... R. Scott Bakker erzählt ganz heroische, bildgewaltige und inteligente Fantasy. Der erste Teil der Trilogie verdient bereits einen Platz in der ewigen Fantasy-Walhalla. Bakker hat die Schöpfungskraft eines Tad Williams.«
Alex Dengler (Bild am Sonntag, 8.10.2006)

»… ein kraftvoller und kluger Fantasyroman, voller Intrigen und mit Protagonisten von bewundernswerter Tiefe.«
Steven Erikson

»R. Scott Bakker ist erstklassig, in einer Liga mit George R. R. Martin, Steven Erikson und Guy Gavriel Kay. Hier wird uns keine schwerfällige Nachahmung des europäischen Mittelalters geboten, sondern faszinierende Figuren in einer Welt voller Magie und dramatischer Ereignisse.«
SFX Magazine


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