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Carl Hiaasen - Fette Fische

Carl Hiaasen
Fette Fische


Beltz & Gelberg, 2006
Anzahl CDs 5
Laufzeit in Minuten 400
gekürzte Lesung

Lesealter: bis 12

Sprecher: Samuel Weiss


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Trauer marsch

Carl Hiaasen - Fette Fische

„Herzlichen Glückwunsch zum Vatertag“ ist der erste Satz, den Noah an diesem Tag an seinen Vater Paine richtet. Nichts Besonderes könnte man vielleicht denken. Doch für Vater und Sohn ist es dies, denn Noah besucht ihn im Gefängnis. Bevor dieser Besuch zustande kommt, muss sich Noah auch noch einer peinlichen Leibesvisitation unterziehen. Und das alles nur, weil sein Vater wieder einmal „Den Robin-Hood-des-Umweltschutzes“ spielen musste. So wie andere Briefmarken sammeln oder zu Footballspielen gehen, bringt sich Paine immer wieder selber in die Bredouille. Die Umwelt zu schützen und Umweltsünder anzuprangern ist ein lobenswertes Ziel. Nur neigt Paine zu den falschen Mitteln. Diesmal hat er kurzer Hand ein Casino-Schiff in Brand gesetzt. Der Besitzer, ein fieser Miesling namens Dusty Muleman, lässt nachts seine Abwässer ins Hafenbecken. Dies gefährdete die Fische und Schildkröten und führt dazu, dass der Badestrand ständig wegen zu hoher Schadstoffkonzentration im Wasser gesperrt wird. Etwas musste gegen diesen Strolch unternommen werden! Doch die Behörden drücken beide Augen zu und so kam Paine auf die Idee mit dem Streichholz.

Noah und seine Schwester Abbey sind von ihrem Vater Kummer gewöhnt. Aber diesmal hat er den Bogen so weit überspannt, dass sich seine Frau von ihm scheiden lassen will. Die Zeit drängt, die Schuld des Casinobesitzers nachzuweisen und den Vater zu rehabilitieren. Doch Muleman ahnt schnell, woher der Wind weht und setzt seinen skrupellosen Sohn nebst gewalttätigem Freund auf die Geschwister an. Doch die zwei stehen im Kampf um Recht und Umweltschutz nicht alleine da. Sie erhalten Unterstützung von ihrem spleenigen Opa und der Bardame Shelly. Doch auch die Bösen lassen keine Zeit verstreichen. Schon kurz nach dem Anschlag auf das Schiff kann dieses wieder gehoben und instand gesetzt werden. Die Umweltverschmutzung beginnt von vorne.

Kinder sind einfach die besseren Erwachsenen

Obwohl man eigentlich weiß, dass Kinder- und/oder Jugendbücher in der Regel ein Happy End haben, vergisst man dies nur allzu gerne und schnell bei einer gutgeschriebenen Geschichte. Genau dies geschieht bei „Fette Fische“ von Carl Hiaasen, seinem zweiten Kinderbuch nach „Eulen“. Beide Bücher gemeinsam haben die Thematik des Umweltschutzes unterscheiden sich aber deutlich in der Art und Weise, wie die Figuren versuchen, ihr Ziel zu erreichen. Noah handelt erwachsen und behält im Gegensatz zu seinem Vater auch in den brenzligsten Situationen einen kühlen Kopf, handelt planvoll, weit- und umsichtig. Hingegen benimmt sich Paine mehr wie ein Kind in der Vorpubertät und rennt ständig offene Türen oder verschlossene Fenster ein. Dies und die detaillierten Beschreibungen, witzigen Dialoge, skurrilen Personen und abgedrehten Wendungen zusammen genommen macht aus diesem Roman ein Feuerwerk für das Zwerchfell. Die Bösen sind genauso, wie man sich als Kind diese vorstellt: brutal, unansehnlich, hämisch grinsend und geistig nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Dies mag dem einen oder anderen Zeitgenossen zu plakativ erscheinen. Man sollte bei dieser Kritik aber nicht vergessen, dass wir es hier mit einem Kinder- und Jugendlichenbuch zu tun haben und nicht bei einem Anwärter für den Literaturnobelpreis.

In der Kürze liegt die Würze

Dass Sprichwörter nicht immer das Gelbe vom Ei sind, ist nichts wirklich neues, trifft aber hier den Nagel auf Kopf. Leider müssen wir uns mit einer autorisierten Lesefassung begnügen. Dabei verlangt es die Ohren geradezu nach einer Zugabe der Lesung durch Samuel Weiss. Treffend jugendlich sein Tonfall, je nach Bedarf betrübt verzweifelt aggressiv seine Tonlage. Pointiert arbeitet Samuel Weiss jeden Witz und Seitenhieb aus dem Text heraus und lässt den Hörer vor Vergnügen grinsen. Genauso schnell schaltet er allerdings zurück, wenn es spannend, traurig oder bedrohlich wird. Zu jeder Situation liefert er mit seinem Stimminstrument die passende Hintergrundmusik und lässt den Hörer tief in das „ wundervolle türkisblaue Wasser der Florida Keys eintauchen“. Dabei muss man aufpassen, dass sich diese nicht hinterher als eine „weithin stinkende Kloake“ herausstellt.

Fazit: Die spannende und temporeiche Geschichte um den kindischen Vater und den vernünftigen Sohn hält den Hörer ab Beginn beim Kopfhörer. Neben den skurrilen Figuren und abgedrehten Handlungssträngen trägt der Sprecher Samuel Weiss erheblich zum Hörvergnügen bei.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Wundervolles türkisblaues Wasser in den Florida Keyes - oder weiterhin eine stinkende Kloake? Noah und seine Schwester schrecken vor nichts zurück, um skrupellosen Verbrechern auf die Spur zu kommen und ihnen mit viel Phantasie und Mut das Handwerk zu legen.
Wieder einmal sitzt Noahs Vater im Knast, diesmal weil er Dusty Mulemans Kasinoschiff kurzerhand versenkt hat. Für Noah und seine Schwester Abbey gibt es nur einen Ausweg: Sie müssen schnellstens Beweise für Dustys dunkle Machenschaften liefern, um ihren Vater zu entlasten. Leichter gesagt, als getan! Dustys Leute haben nämlich schon damit begonnen, Noah und Abbey das Leben schwer zu machen. Unerwartete Hilfe bekommen sie von der superblonden Bardame Shelly und einem geheimnisvollen alten Pirat.



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