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Rene Goscinny
Neues vom kleinen Nick
Achtzig prima Geschichten vom kleinen Nick und seinen Freunden

Diogenes, 2006
637 Seiten

Lesealter: bis 10



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Der kleine Prinz bekommt Konkurrenz

Rene Goscinny - Neues vom kleinen Nick

Nick heißt der Herausforderer und er hat gute Chancen auf den Titelgewinn. Doch worin liegt die Nasenlänge, die Nick vorne liegt. Die Erzählperspektive eines kleinen Jungen ist beiden gemeinsam. Aber Nick ist einfach unglaublich witzig. Und obwohl die Geschichten bereits fast 50 Jahre alt sind, haben sie nichts von ihrem Charme und ihrer Aktualität verloren.
Egal ob Nick einen Heulkrampf bekommt, weil Papa nicht seine Hausaufgaben machen will oder Nick Papa tadelt, weil der dann auch noch einen Fehler bei diesen gemacht hat, jede Pointe sitzt einfach. Und auch die vielfältigen Freunde und Feinde tragen reichlich zur Komik des Buches bei. Beispielsweise der ständig futternde Otto, der reiche Georg, der Nasenstüberverteilende Franz, der Klassenletzte Chlodwig oder der Streber Adalbert. Sie alle bevölkern Nicks Kosmos und sind immer für einen Witz gut.

Am schlechtesten kommt allerdings Nicks Papa weg. Egal ob ein ehemaliger Jugendfreund Papas Nick von dessen miesen Noten und ständigem Nachsitzen erzählt oder sich die Eltern Nicks streiten, der ewige Verlierer ist der Papa. Dabei möchte dieser nur seinen wohlverdienten Feierabend oder Wochenende genießen. Aber Nick schafft es immer wieder, durch seine Sicht der Dinge seinen Vater zur Verzweiflung zu treiben. So wird Nick beispielsweise vom Vater nach draußen in den Garten geschickt, um seine Bräune zu bewahren. Nick nimmt dies allerdings wörtlich und bleibt trotz eines Regengusses dort. Dies wiederum bringt die Mutter auf die Palme und sie gerät in Streit mit Papa wegen dessen merkwürdigen Erziehungsmethoden.

So viele Kleinigkeiten oder Gespräche kommen einem beim Lesen bekannt vor, dass man in gewissem Sinne auch über sich selber lacht. Vor allen Dingen die Nichtigkeiten und Banalitäten des Lebens sind es, die Goscinny und Sempe auf die Schippe nehmen. Dabei geschieht dies aber auf so liebenswerte Art und Weise, dass man nicht anders kann als, je nach Temperament, zu lächeln oder in Lachen auszubrechen. Doch nicht nur die zwischenmenschlichen Abgründe werden ausgelotet sondern auch der alltägliche Wahnsinn bekommt sein Fett Weg. So erlebt der Vater von Chlodwig sein persönliches Waterloo, als dieser seinen Geburtstag feiert. Statt dem selbstinszenierten Kasperletheater schauen die Kinder lieber dem Fernsehen zu.
Beim Besuch bei Georg schlägt Franz dessen Butler k o., weil dieser seinen Rekordversuch beim Dauertauchen mit einem Bade-Unfall verwechselt.
Und Nick nervt bei einem Kaufhausbesuch so lange seine Mutter, bis diese frustriert aufgibt und ihm statt eines dunklen Anzuges ein Cowboy-Kostüm kauft.
Allein diese kurze Aufzählung zeigt, dass die Probleme für Schulkinder und deren Eltern wohl seit Anbeginn der Zeitrechnung mehr oder weniger unverändert geblieben sind.

Diogenes hat 80 bisher als verschollen geglaubte Geschichten erstmals in Buchform veröffentlicht. Ideal zum Vorlesen, sollte man allerdings das Vorwort des Übersetzers wörtlich nehmen: um der Sprache eines Kindes gerecht zu werden, sind die Sätze so geblieben, wie der Autor sie einst geplant hat. Kinder empfiehlt er, auf die Nachahmung von Nicks Orthographie und Grammatik zu verzichten, wenn diese nicht vorhaben, ihre Deutschlehrerin zur Verzweiflung zu treiben.

Rezensent: Wolfgang Haan







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