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Kathrin Passig, Aleks Scholz - Lexikon des Unwissens

Kathrin Passig, Aleks Scholz
Lexikon des Unwissens


Rowohlt, 2007
Hardcover
256 Seiten

Leseprobe 1 (pdf, 0.1 MB)


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Ein Tritt ins Skrotum

Kathrin Passig, Aleks Scholz - Lexikon des Unwissens

Was gibt’s schon so aufregendes an einem Aal? Wie alle Fische schwimmt er so vor sich hin: im Meer, im Aquarium oder in grüner Soße. Geräuchert ist er Geschmackssache, weil sehr fettig. Und in Günther Grass Roman „Die Blechtrommel“ kotzt sich Oskars schwangere Mutter die Seele aus dem Leib, als sie sieht, wie Aale sich, pferdekadaververtilgend, mit sichtlicher Freude schleimig, glitschig durch die leeren Augenhöhlen winden.
Und doch umgibt diese, lange für einen Wurm gehaltene, Spezies ein vor der Öffentlichkeit [wohlweißlich (?)], zurück gehaltenes Geheimnis: wie pflanzen sich diese Viecher fort? Bis heute zu ist es noch keinem Wissenschaftler gelungen, dieses jahrhundertealte Rätsel zu lösen. Das Autorenduo Kathrin Passig und Aleks Scholz bringt die bisherigen Forschungsergebnisse in ihrem Buch „Lexikon des Unwissens“ wie folgt auf den Punkt: „Die kleinen Aallarven entstehen scheinbar aus dem Nichts. Gleichzeitig verschwinden die erwachsenen Aale spurlos in der Sargassosee. Verwandeln sich die Eltern einfach wieder zurück in Larven? Ist der Aal somit unsterblich?“

Obwohl diese Sätze nur ein klitzekleines Fragment aus dem Gesamtwerk sind, so sind sie doch gleich in mehrerer Hinsicht charakteristisch zu nennen. Zum einen spiegeln sie den aktuellen Stand der Forschung wieder. Und wüsste man es nicht besser, so könnte man auf den Gedanken verfallen, als konterkariere die ironische Präsentation den Anspruch der Wissenschaft, alles zu wissen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
Um diese evtl. aufkeimendem Vorwürfe und/oder allen Kritikern, die, wie auch immer geartete, Windhose aus den Segeln zu nehmen, sind die Autoren überaus penibel in der Recherche vorgegangen. Zu jedem der behandelten Themen werden alle (?) verfügbaren, selbst Jahrhunderte alten Thesen, einschließlich selbst der wissenschaftlich abstrusesten, aufgezeigt und von allen Seiten beleuchtet.

Bei vielen der ausgewählten Themen stellt man dann als Leser jedoch mit großem Erschrecken fest, dass als selbstverständlich hingenommene Sachverhalte mehr als fraglich sind. Es scheint so, dass selbst intensivste Forschungen nicht immer mit der Krone der Erleuchtung gekrönt werden. Beispielsweise das Thema „Anästhesie“, welches wie folgt eingeleitet wird: „…lesen sie an dieser Stelle nicht weiter, wenn Sie demnächst unters Messer müssen...“

Doch Kathrin Passig und Aleks Scholz beschränken die Auswahl ihrer Themen nicht nur auf populär-wissenschaftliche, sondern greifen knallharte Theoreme, meist physikalischer Natur, auf wie beispielsweise den Kugelblitz. Die naturwissenschaftlichen Grundlagen werden dabei dergestalt verständlich dargestellt, dass man zu keiner Zeit den Überblick verliert – so mancher Leser könnte sich nach der Lektüre des „Lexikon des Unwissens“ fragen, warum es so viele Elfenbeintürme babelscher Ausprägung gibt.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Wir glauben heute, unsere Welt sei weitgehend erforscht: So wie die Erde bis in die entlegensten Regionen hinein vermessen ist, sei fast alles irgendwann von irgendwem analysiert, erklärt, entschlüsselt und beschrieben worden, man müsse nur in dem Wust von Informationen herausfinden, wann und von wem. Doch die Landkarte des menschlichen Wissens weist erstaunlich viele weiße Flecken auf. Selbst auf Gebieten, auf denen wir das nicht vermuten würden, gibt es eine Fülle ungeklärter Fragen: Die Fortpflanzung der Aale ist ebenso rätselhaft wie die Wirkungsweise halluzinogener Drogen, über weibliche Ejakulation weiß man nicht mehr als über die Funktionsweise eines Bumerangs, über Dunkle Materie oder darüber, wie man sich einen Schnupfen holt. Wieso klebt Klebeband? Weshalb brummt die Erde, und warum bekommen Haie keinen Krebs? Wie kam das Leben auf die Erde? Warum verfärben sich die Blätter der Bäume im Herbst? Und wieso riechen Steine? Das «Lexikon des Unwissens» versammelt die erstaunlichsten Wissenslücken. Nie wurde das geballte Unwissen der Menschheit auf so engem Raum präsentiert, und nie wurde es derart intelligent und unterhaltsam dargestellt.



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