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Frances Hardinge - Die Herrin der Worte

Frances Hardinge
Die Herrin der Worte


Cbj Kinder- und Jugendbuchverlag, 2007
Gebunden
480 Seiten

Lesealter: ueber 12



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Der Gott des Selleries

Frances Hardinge - Die Herrin der Worte

Der Roman spielt im frühen 18. Jahrhundert in einer mittelalterlichen Kulisse. Wie vor der Aufklärung darf nur das gelesen werden, was der Regierung genehm und von ihr zensiert wurde. Zuwiderhandlungen werden strengstens bestraft. Die Hauptperson des Romans, die 12-jährige Mosca, lebt mit ihrem Vater Federkiel Mye auf dem Lande in dem kleinen Dorf Krähennest. Heimlich lesen er und seine Tochter die verbotenen Bücher. Die kleine Familienidylle zerbricht, als Federkiel stirbt. Mittellos steht Mosca nun da – und sie hat ein weiteres Problem. Ihr ganzes Erbe besteht aus dem Ganter „Sarazene“. Zu allem Unglück hat dieser die Fähigkeit, zu lesen. Wird er den Schnabel halten oder Mosca mit seinem Geschnatter ins Unglück stürzen?

Turbulent geht die Geschichte weiter. Mosca wird zu ihrem Onkel abgeschoben, der sie von Anfang an hasst und Angst hat, wegen ihres „Hobbies“ an den Pranger gestellt zu werden. So schließt er sie, wie einst der Müller seine Tochter in dem Märchen „Rumpelstilzchen“, in einer Mühle ein. Doch anders als die Gott, König und Vater ergebene Tochter im Märchen probt Mosca den Aufstand. Sie zündet die Mühle an und befreit nebenbei auch noch Wortmeister Clent. Dieser alte Gauner und Schwindler schließt sich Mosca an. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in die Hauptstadt Löwenburg. Es geht das Gerücht, dass dort „Die Radikalen“ eine Untergrundzeitung heraus geben. Gleichzeitig tobt in der Stadt ein Machtkampf zwischen den Gilden „Der Schreiber“ und „Der Schlosser“. Beide wollen dem Herzog und seiner Schwester die Herrschaft entreißen. Mosca gerät unversehens zwischen die Fronten und kann sich bald nur noch auf zwei Dinge verlassen: ihren wachen Verstand und die Fähigkeit zu lesen, während in der Stadt ein mächtiger Kampf tobt.

Die Geschichte spielt in einer Welt, die ein wenig an das London des frühen 18. Jahrhunderts erinnert. Bei „Die Herrin der Worte“ handelt es sich um eine Mischung aus historischem und Phantasyroman mit märchenhaften Anklängen und einer subtilen politischen Botschaft. Francis Hardinge beschreibt dabei die Landschaft und das Stadtbild „ihres frei erfundenden Mittelalters“ so detailliert, dass man schon nach wenigen Seiten völlig in ihre Welt eintauchen kann. Mit dazu bei trägt, dass die Figuren so lebendig, die Machtkämpfe so glaubwürdig und die vielen, logisch verknüpften Episoden schlüssig sind. Das Hauptaugenmerk richtet die Autorin selbstverständlich auf Mosca. Diese wird sehr genau beschrieben. Die anderen Personen werden nur aus ihrer Sicht beschrieben. Dies geschieht an Hand von Moscas Gedanken, an welchen uns Francis Hardinge teilhaben läßt. Das macht das ganze aber erst so realistisch. Es scheint, als ob Mosca während dieser ganzen Zeit ein Tagebuch geschrieben hätte und nun daraus einen Roman macht. Doch bei allem läßt die Autorin den Humor nicht zu kurz kommen. Vor allem faszinieren die Namen und „Arbeitsbereiche“ der Heiligen. Beispielsweise der Heilige Klatschweg, der die Fliegen von Gelee und Butter fernhält; die Heilige Haxenjule, Beschützerin der Schweine; der Heiligen Mopsquoll, Schutzpatron der heulenden Stürme.
Die Kinder werden nach den Heiligen benannt, zu deren Stunde sie geboren wurden, was manchmal zu so gewöhnungsbedürftigen Namen wie Pfennigfuchser, Heidschnucke, Doppelmann oder Sellerie führt. Allerdings wäre eine Liste aller Heiligen mitsamt ihren Aufgaben und Bedeutungen sehr hilfreich gewesen, da es irgendwann so viele sind, das man vollkommen den Überblick verliert. Nur selten kann anhand des Namens auf den „Aufgabenbereich“ des Heiligen geschlossen werden kann.
Das Buch ist eine gelungene Mischung aus mittelalterlichem, historischem Roman. Anklänge an philosophische Theorien sind genauso zu finden wie politische Themen (Zensur). Zu keiner Zeit leidet jedoch die Spannung und das Lesevergnügen durch diese Einsprenkel. Dafür sorgt schon alleine Francis Hardinges erfrischender Humor und die an passenden Stellen eingebundene Ironie, die teils schon in Sarkasmus übergeht. Dies führt zu einer brisanten und wortgewaltigen Handlung, über die man einerseits sehr gut lachen , aber andererseits auch eben so gut weinen kann.

Rezensent: Edith Rößler





Verlagsinformation

Farbenprächtig und voller Sprachwitz – ein wahrer Genuss für jeden Buchliebhaber.

Die 12-jährige Mosca wächst in einer Welt auf, in der unzensierte Bücher und Geschichten verboten sind. Ihr Vater jedoch, ein verstoßener Schriftgelehrter, weckt in ihr die Leidenschaft für die magische Welt der Worte. Noch ahnt Mosca nicht, wie gefährlich diese Leidenschaft ist …

Eines Tages beschließt sie, die Enge ihres Heimatdorfes hinter sich zu lassen. Sie trifft auf den alten Gauner und Poeten Wortmeister Clent, der so wundervoll erzählen kann, dass Mosca keine Sekunde zögert, sich ihm anzuschließen. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise und geraten unversehens in eine gefährliche Verschwörung zwischen den Mächtigen des Landes. Jetzt kann Mosca nur noch auf eines zählen: auf ihren wachen Verstand und ihre Fähigkeit zu lesen!

»Ich will kein glückliches Ende. Ich will mehr Geschichten.« Mosca Mye

• Ein beeindruckendes Debüt aus England
• Frances Hardinge entspinnt ein fantastisches Panorama Englands im 18. Jahrhundert
• Ein wortgewaltiger, ideenreicher Roman über die Magie der Sprache und die Freiheit des Geistes



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