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Orhan Pamuk - Das schwarze Buch

Orhan Pamuk
Das schwarze Buch


Hörbuch Hamburg, 2007
Anzahl CDs: 8
Laufzeit in Minuten 600
gekürzte Lesung
Sprecher: Heikko Deutschmann

Hoerprobe 1 (mp3, 0.3 MB)

Bestellen bei amazon.de

Staub in den Händen des Sprechers

Orhan Pamuk - Das schwarze Buch

Gewinn und Verlust liegen oft nahe bei einander. Diese schmerzliche Erfahrung macht auch der Istanbuler Anwalt Galip. Ohne jede Vorwarnung verschwindet eines Tages seine Frau. Und mit ihr Celal, Halbbruder seiner Frau und berühmt-berüchtigter Kolumnist. Trotz Celal verschwinden erscheinen seine Artikel weiterhin. Welche perfide Kraft steckt hinter dahinter? Handelt es sich um eine Entführung – oder ist es nur ein übler Scherz? Völlig verwirrt begibt sich Galip auf die Suche nach seiner Frau. Dabei misst er den Artikeln seines Cousins eine besondere Bedeutung zu. Für ihn enthalten diese eine Art Geheimcode, den er nur entschlüsseln muss, um die Beiden wieder zu finden.

Seine bisher blinden Augen, die Schönheit und Einzigartigkeit Istanbuls im Tagesgeschäft übersehend, werden sehend. Was ihm vorher schmutzig, unflätig, dreckig und verachtenswert erschien, verwandelt sich auf seiner Suche in Gemmen, Gemälde und güldene Gaben. Vordergründig den Hinweisen von Celal folgend, begibt er sich immer tiefer in die Gedärme der Stadt, wühlt sich wie ein Sandfisch durch die Wüste bis zum Bodensatz der Gefallenen, Gemeinen und Ganoven.
Vielschichtiger als zunächst angenommen, tritt die Krimihandlung in den Hintergrund und wird zur Liebeserklärung an Istanbul. Auf der Jagd nach seinem persönlichen Diamanten wird die Hatz auch zu einer Suche nach seinen Ursprüngen, den Ursprüngen von Istanbul und sogar, ohne pathetisch oder theatralisch zu werden, dem erforschen des türkischen Nationalgefühls. Doch ist „Das schwarze Buch“, anders als „Rot“ und „Schnee“, weit davon entfernt, ein kryptisch verschlüsselter Roman mit einer politischen Botschaft zu sein verschlüsselte aus „Das schwarze Buch“ einen kryptischen verschlüsselten politischen Roman, sondern eine Liebeserklärung an Istanbul.

Gemischte Genres – gemischte Gefühle

Die Vielschichtigkeit der von Orhan Pamuk verwandten Genres erwähnten wir bereits oben. Heikko Deutschmann hat in vielen seiner bisherigen Lesungen gezeigt, dass er durchaus in der Lage ist, bis zum Kernpunkt eines Romans vorzudringen. Dabei gelang es ihm häufig, einem Bergarbeiter gleichend, Flöz für Flöz Katzengold abzubauen, bis er letztendlich die Edelmetallader freigelegt hat. Hier gelingt dies nicht. Sein Vortrag klingt so, als wäre er der Beobachter des beobachtenden Erzählers. Die Distanz zum Geschehen und den Figuren ist zu groß, um ganz in die Erzählung eintauchen zu können. Obwohl er stimmliche Gleichförmig- und Eintönigkeit vermeidet, klingt seine Interpretation hohl wie das Echo in einem Bergwerk und gedämpft wie ein Schiffshorn in einer Nebelbank. Die Neugier und Freude, das Erstaunen und kindliche Glücksgefühl beim „Sich-erarbeiten“ der Schönheiten Istanbuls, die Verzweiflung bei den Versuchen, die Kolumnen zu entschlüsseln, die Enttäuschung, wenn ein Weg wider einmal in die Irre oder in eine Sackgasse führt; keine dieser starken Emotionen kommen ungefiltert beim Hoerer an, sondern wirken wie das Licht einer durch Kohlenstaub gedämpften Grubenlampe.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Der Literatur Nobelpreis 2006 für Orhan Pamuk

Ein Mann auf der Suche nach der geliebten, grundlos verschwundenen Frau. Auch ihr Halbbruder ist unauffindbar, dessen Zeitungskolumnen erscheinen jedoch weiterhin. Ein geheimnisvoller Hinweis? Tagelang streift Galip, Orhan Pamuks Held, durch die schillernde Ober- und Unterwelt Istanbuls, begegnet Zuhältern, Derwischen, Betrügern. Pamuks Roman und Kriminalgeschichte ist wie die Stadt am Bosporus voller Labyrinthe, alles wird symbolisch. Suchend ergründet Galip die Mysterien der Stadt und der eigenen Vergangenheit.

„Wenn alle deutschen Touristen an den türkischen Stränden in Zukunft die Romane Orhan Pamuks lesen, dann wird ihm gelungen sein, was die Politik nicht leisten kann, nämlich durch die Kraft und Originalität der Erzählung ein Land aufzuschließen.“ Michael Krüger, Hanser Verlag


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