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Frank Stefan Becker - Der Preis des Purpurs

Frank Stefan Becker
Der Preis des Purpurs


LangenMüller Herbig, 2007
Gebunden
432 Seiten

Leseprobe 1 (pdf, 0 MB)
Leseprobe 2 (pdf, 0.1 MB)
Leseprobe 3 (pdf, 0.7 MB)


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Die Macht und ihr Preis

Frank Stefan Becker - Der Preis des Purpurs

Wie weit bin ich bereit, mich in eine weltanschaulich ausgerichtete Gruppe einzuordnen, um Anerkennung, Macht und Aufstieg zu erlangen? Kann ich gegen mein Gewissen handeln, was ist das Ziel meines Lebens und welchen Preis bezahle ich dafür? Bereits der Titel „Der Preis des Purpurs“ (wobei der Purpur für die kaiserliche Macht steht), deutet die Frage an. Dieses Dilemma durchzieht das gesamte Buch; mit ihm müssen sich alle Figuren auseinandersetzen – vom karrierewilligen Provinzstadtrat bis zum alternden Kaiser, von der einfachen Christin bis zum hohen Reichsbeamten.

Die Hauptpersonen des Romans sind der bereits aus dem Buch „Der Abend des Adlers“ vertraute junge Römer Flavius und seine selbstbewusste palmyrenische Frau Aqmat, denen jedoch völlig neu geartete Antagonisten gegenüber treten.
Die Erzählung beginnt mit einer packenden Szene, deren unheimliche Vorzeichen bereits auf der letzten Seite des Vorgängerbuches angedeutet werden (das man jedoch nicht gelesen haben muss, um die Handlung zu verstehen). Flavius nähert sich mit seiner Familie Trier, als die Reisegruppe von plündernden Barbaren überfallen wird und sich herausstellt, dass in den eigenen Reihen ein Verräter lauert. ..

Ein Jahrzehnt später ist Flavius Decurio (Stadtrat) in Trier, wo weiterhin Not und Unsicherheit das Leben prägen. Erst ein zufälliges Zusammentreffen mit dem Präfekt Constantius (Vater des späteren Kaisers Konstantin) bietet Flavius die unerwartete Gelegenheit, durch Karriere am Kaiserhof der drückenden Bürde des Decurionenamtes zu entkommen und selbst einen Zipfel der Macht zu erhaschen. Doch nicht nur er steigt auf, sondern auch sein vermeintlicher Freund Aurelius, in dessen Intrigen sich die selbstbewusste Aqmat verfängt, während ihr Mann Flavius nach einer gescheiterten Flottenexpedition als Gefangener in Britannien einem Gegenkaiser dienen muss. Zwar kann Flavius entkommen und den Intriganten zum Rückzug zwingen. Doch als er an den Hof Kaiser Diokletians nach Nikomedia berufen wird, muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass dort Aurelius die neu gebildete Geheimpolizei der „Agenten in Rebus“ leitet. Als Diokletian die Ausrottung des Christentums befiehlt, stehen plötzlich der Hofbeamte Flavius und seine inzwischen zum Christentum konvertierte Frau Aqmat auf verschiedenen Seiten eines mit aller Härte geführten Kampfes um die religiöse Herrschaft im Römischen Reich. Deshalb richtet sich beider Hoffnung auf dem jungen, christenfreundlichen Konstantin. Nur leider ist für den Sohn eines amtierenden Kaisers in Diokletians bürokratischem Herrschaftssystem offiziell kein Platz…

Der Roman “Der Preis des Purpurs” schildert in bildhafter Sprache die Zeit von 275-313 n. Chr., also die Epoche von Konstantins Geburt bis zur Legalisierung des Christentums im Westteil des Römischen Reiches. Ebenso wie im Vorgängerband sind die emotional fesselnden Protagonisten nicht die Mächtigen der damaligen Welt, sondern normale Menschen, deren Schicksale vor einem turbulenten, jedoch sorgfältig recherchierten geschichtlichen Hintergrund gezeichnet wird. Der Frankeneinfall von 275/76, die Aufstände der Bagauden (=Landlose) in Gallien, die Abspaltung Britanniens unter den Gegenkaisern Carausius und Allectus sowie die wirtschaftlichen und religiösen Zwangsreformen Diokletians (Manichäer-, Preis- und Christenedikt) sind in die Handlung verwoben, ebenso der Aufstieg Konstantins und der bereits im frühen Christentum virulente religiöse Fanatismus. Durch den Kunstgriff, wenig bekannte Zitate zeitgenössischer Kirchenvertreter zu zwei Hasspredigten zusammen zu stellen, gibt der Autor einen düsteren Vorgeschmack auf die sich abzeichnende Unterdrückung Andersgläubiger durch die siegreichen Christen.

Das mit kleinen Abbildungen und Originalzitaten vor jedem Kapitel, zwei Karten, Glossar, Personenverzeichnis, Zeittabelle und erläuterndem Nachwort vorbildlich ausgestattete Buch vermittelt einen faszinierenden Eindruck von der Zeit, als Trier die Residenz römischer Kaiser war. Ein Buch, dessen volle Tiefe wohl erst Erwachsene verstehen werden, das aber durchaus für Jugendliche ab ca. 12 Jahren geeignet sein dürfte. Besonders ist es jedem Besucher der Konstantinausstellung zu empfehlen, die noch bis zum 4.11.2007 in Trier zu sehen ist.

Rezensent: Michael Egger





Verlagsinformation

Grausame Intrigen zur Zeit Kaiser Konstantins führen einen jungen Römer von Trier bis ins ferne Karthago.

Trier im Jahr 275 n. Chr.: Vom Glanz des römischen Kaiserreichs geblendet, gerät der junge Staatsbeamte Flavius immer tiefer in den Sumpf von politischen Ränkespielen und persönlichen Fehden. Um seine Frau zu retten, wird er auch noch in den Strudel der grausamen Christenverfolgungen unter Diokletian gezogen. Verzweifelt kämpft Flavius für seine Liebe, bis der zukünftige Kaiser Konstantin auf den Plan tritt ...
Klappentext
Im Jahr 275 wird Flavius, ein junger römischer Beamter, nach Trier versetzt. Die Provinzen am Rande des Römischen Reiches sind nahezu schutzlos plündernden Barbarenhorden preisgegeben, und so müssen Flavius und seine Frau Aqmat ums Überleben kämpfen. Flavius macht schnell Karriere, doch je höher er ... mehrin der Hierarchie des römischen Staates aufsteigt, desto tiefer wird er in die Intrigen und Machtkämpfe zwischen Kaisern, Gegenkaisern und Usurpatoren hineingezogen. Und nach einem katastrophal gescheiterten Feldzug findet er sich als Schiffbrüchiger am Strand Britanniens wieder.

Während Flavius einem Usurpator dienen muss, spinnt in Trier sein vermeintlicher Freund und Vertrauter Aurelius ein feines Netz, mit dessen Hilfe er Flavius vernichten und die schöne Aqmat gewinnen möchte. Doch Flavius erfährt von dem Komplott, und nach einer tollkühnen Flucht aus Britannien gelingt es ihm, den Nebenbuhler zu stellen und zu vertreiben.

Von nun an sind Flavius und Aurelius Todfeinde, und als Aqmat in die Christenverfolgung gerät, richten sich alle Hoffnungen auf den jungen Konstantin. Wird es ihm gelingen, die Macht in Rom zu gewinnen und dem Recht wieder Geltung zu verschaffen? Um seine Liebe zu retten, setzt Flavius noch einmal alles auf eine Karte.

Vor einem sorgfältig recherchierten Hintergrund schildert Frank S. Becker ein spannendes Schicksal, das eng mit dem Aufstieg Kaiser Konstantins verknüpft ist.


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