Hoeren und Lesen

Das Rezensionsportal

fuer Buecher

und Hoerbuecher


Home

Blog

Newsletter

Suche

hoeren-undlesen-junior.de


Hoerbuch-Rezensionen

Belletristik
Fantasy
Kinder/Jugendbuch
Krimi/Thriller
Sachbuch

Hoerproben
Sprecher


Buch-Rezensionen

Belletristik
Fantasy
Kinder/Jugendbuch
Krimi/Thriller
Sachbuch

Leseproben


Index

Autoren
Bücher
Hoerbücher
Links
Blog


Infos

Impressum
Kontakt @


Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns bei (in alphabetischer Reihenfolge):


Arena Verlag

Argon Verlag

Audible: Hoerbuecher zum Download

Audiobuch Freiburg

Audiolino

Aufbau Verlagsgruppe

Bastei Lübbe

Baumhaus Verlag

Beltz & Gelberg

Berlin Verlag

Blanvalet Verlag

Blessing

Blumenbar Verlag

Brendow Verlag

btb

C. Bertelsmann Verlag

C. H. Beck

Campus

Cbj Kinder- und Jugendbuchverlag

Cecille Dressler Verlag

claasen Verlag

Coppenrath Verlag

Der Audio Verlag

Der Hörverlag

Deutsche Grammophon

Diana Verlag

Diogenes

Droemer Knaur

Droschl Verlag

dtv

Dumont Literatur und Kunst

DVA Deutsche Verlagsanstalt

Econ Verlag

Eichborn

EVA Europäische Verlagsanstalt

Fischer

Gerstenberg Verlag

Goldmann Verlag

Gustav Kiepenheuer

Hanser

Herder

Heyne

Hoffmann und Campe

Hörbuch Hamburg

Hörcompany Verlag

Igel Records

Jumbo

Jung und Jung Verlag

Kein & Aber

Kiepenheuer & Witsch

Kindler Verlag

Klett-Cotta

Knaus Verlag

Kösel Verlag

LangenMüller Herbig

Limes Verlag

List Taschenbuch Verlag

List Verlag

Loewe Verlag

LPL Records

Luchterhand Verlag

Manesse Verlag

Manhattan

marebuchverlag

Marion von Schröder Verlag

Metzler Verlagsbuchhandlung

Mosaik bei Goldmann

Oetinger Verlagsgruppe

Page & Turner

Pantheon Verlag

Patmos

Philo & Philo Fine Arts

Piper

PROPYLÄEN Verlag

Random House Audio

Reclam Verlag

Riemann Verlag

Roof Music

Rotbuch Verlag

Rowohlt

Sanssouci Verlag

Schöffling & Co. Verlag

Siedler Verlag

Silberfuchs Verlag

SOLO Verlag für Hörbücher, Berlin

Sonstige

Steinbach Sprechende Bücher

Süddeutsche Zeitung

Südwest Verlag

Suhrkamp

Ueberreuter

ULLSTEIN Taschenbuchverlag

ullstein Verlag

USM Audio

Verlagsgruppe Lübbe

Verlagshaus Mainz GmbH

Wagenbach Verlag

wordload

WortArt

Wunderlich Verlag

Zsolnay Verlag & Deuticke
Frank Stefan Becker - Der Abend des Adlers

Frank Stefan Becker
Der Abend des Adlers


LangenMüller Herbig, 2004
Gebunden
456 Seiten


Bestellen bei amazon.de

Von den Wäldern Germaniens bis zu den Wüsten Persiens…

Frank Stefan Becker - Der Abend des Adlers

…führt das Schicksal den jungen Römer Flavius, den Helden des Romans „Der Abend des Adlers“. Durch seine Herkunft steht er zwischen den Kulturen – sein Vater ist romanisierter Gallier, seine Mutter eine ehemalige germanische Sklavin. Auf der Suche nach den in den Wirren des späten 3. Jh. n. Chr. verschollenen Eltern sieht er die halbe damals bekannte Welt. Er lernt das Leben der freien Germanen östlich des Rheins ebenso kennen wie die Millionenstadt Rom und den Prunk der Handelsmetropole Palmyra (Syrien); er durchwandert das verfallene Babylon und gerät in der noch befremdlicheren Welt Persiens in tödliche Gefahr. Aber immer, wenn er glaubt, etwas zu kennen, nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung.

Auf den einleitenden Seiten erfahren wir die Vorgeschichte Flavius und erhalten einen großartig recherchierten und jugendgerecht präsentierten Einblick in die damals herrschenden Verhältnisse.
Die Geschichte beginnt damit, dass Flavius 259 n. Chr. als kleines Kind mit seinem Onkel Julius aus ihrer Heimatstadt Ladenburg (bei Heidelberg) fliehen muss, weil diese von den Alemannen gestürmt wird. Dabei wird er von seiner Mutter getrennt. Sein Vater, der als Legionär dient, gerät in persische Gefangenschaft. Unter Schock, ohne Erinnerung an seine Vergangenheit, wächst er auf dem Gut seines Onkels bei Trier auf.
Acht Jahre später: Als Flavius mit vierzehn volljährig wird, erzählt ihm Julius, was damals geschah: in seiner Eigenschaft als Tempelpriester konnte er die Bronzeteile eines kostbaren Portals verstecken. Er hoffte, diese wieder zu bergen, sobald die kaiserlichen Truppen die Stadt zurückerobert hätten. Doch diese Truppen kamen nie an. Denn ausgerechnet in dieser Krise ergriff ein Gegenkaiser in Köln die Macht: dieser erlangte die Kontrolle über die westlichen Provinzen des Römischen Reiches. Und spaltete diese so vom Römischen Imperium ab.

Diese Geschichte und der Wunsch, das Schicksal seiner Eltern zu erforschen, lassen Flavius keine Ruhe. Wie durch Zufall trifft er den geheimnisvollen reisenden Händler Ulixes. Schnell werden die beiden Freunde. Doch dann erfährt Flavius, dass Ulixes ein Agent des in Rom herrschenden, legitimen Kaisers ist. Kann man einem Spion vertrauen?
Trotzdem beschließt Flavius das Risiko einzugehen. Gemeinsam mit ihm macht er sich auf den gefahrvollen Weg nach Ladenburg. Doch dort angelangt, müssen sie auf schmerzliche Weise erfahren, dass, entgegen ihrer Informationen, Ladenburg keineswegs verlassen ist: ein ehemaliger Gladiator führt hier ein brutales Schreckensregiment. Für „Spitzel“ hat er nicht allzu viel über…


Der „Abend des Adlers“ ist aus mehreren Gründen eine Besonderheit unter den so genannten historischen Romanen. Die fiktive Lebensgeschichte von Flavius bettet Frank Stefan Becker in einen historisch korrekten Kontext. Dabei schildert er, literarisch gekonnt und verständlich gehalten, in farbig gezeichneten Bildern die damaligen Verhältnisse in den, heute zu Deutschland gehörenden, ehemaligen römischen Provinzen. Dabei gelingt es ihm immer wieder, originelle Brücken zu Ereignissen in ganz anderen Teilen der antiken Welt zu schlagen. Diese Brüche sorgen jedoch glücklicherweise nicht für Verwirrung, sondern geben dem Roman gerade erst seinen besonderen Charme. Als Nebeneffekt erfährt der jugendliche Leser fast spielerisch, dass kleinste Ereignisse in einem Weltteil zu großen Auswirkungen in anderen Ländern und/oder Gesellschaften führen können – die aktuelle politische Lage zeigt leider, dass sich da bis heute nichts geändert hat.

Die fesselnde Erzählung spielt zwischen 259 und 275 n. Chr, an die sich bisher praktisch kein Romanautor gewagt hat. Dies ist einerseits verständlich (Die Gründe hierfür folgen ein paar Zeilen später). Andererseits scheint diese historische Epoche geradezu danach zu schreien, endlich entdeckt zu werden. Der alte Spruch – Kino/Literatur muss „Bigger than Life“ sein - , wird gerade hier ad absurdum geführt. Widmete man sich bisher in, teils ellenlangen, Kinofilmen nur dem Fall einer einzigen Stadt (Troja), dem Leben einer historischen Figur (Alexander) oder politischen Ereignissen einzelner Regionen (Königreich der Himmel), so bietetder o. g Zeitraum mehr als genug Stoff für einen abendfüllenden Kinofilm. Der brutale, opferreiche Krieg, der geführt wurde, um den als unüberwindbar geltenden Limeswalls zu durchbrechen; Postumus’ Intrigen und seine Machtergreifung; die Gefangennahme Kaiser Valerians durch den Perserkönig Schapur; der Machtkampf zwischen Kaiser Aurelian und Königin Zenobia von Palmyra; der selbst mit militärischen Mitteln nicht aufzuhaltende Zusammenbruch des römischen Imperiums an allen Grenzen …
Und dies alles keine Fiktion, sondern historisch belegte Wirklichkeit, deren Folgen, bis heute zu, weitreichende Konsequenzen hatten und haben. .

Vielleicht lag die bisherige Zurückhaltung der Autoren daran, dass die teils bruchstückhafte Quellenlage eine penible Recherche erfordert, um eine realistische und detailgetreue Darstellung möglich zu machen. Und eine gehörige Portion literarischen Könnens, um die nackten Fakten in einem unterhaltsamen Roman zu verarbeiten. Unermüdlich hat Frank Stefan Becker hier, ja man kann ohne Übertreibung sagen, Pionierarbeit geleistet. Dabei beschränkte er seine gründliche Recherchearbeit aber nicht nur auf das heutige Südwestdeutschland. Er weitete diese auch auf Rom sowie den Nahen Osten aus. Das sich diese Mühe gelohnt hat, darf der Leser nun selber in „Der Abend des Adlers“ lesen und entdecken. Gleichgültig, ob es sich um das 1973 entdeckte Tempelportal von Ladenburg, die römische Villa bei Hechingen/Stein, Augst (CH), Rom, Palmyra, Babylon oder Bischapur in Persien handelt, ob das Alltagsleben auf dem Gutshof, der damalige Stand der Medizin oder historische Figuren wie Aurelian und Zenobia handelt; all dies baut Frank Stefan Becker so geschickt in die spannende Geschichte ein, dass es zu keiner Zeit trocken oder belehrend wirkt. Doch nicht nur historisch korrekte Gebäude und Personen werden dargestellt. Es sind auch die vielen kleinen, ungewöhnlichen, aber höchst unterhaltsamen Details, die seinen Roman so aus der Masse der historischen Romane herausstechen lassen. Zwei Landkarten, dazu ein Nachwort, ein Glossar, und eine Zeittabelle machen die Reiseroute für die Leser nachvollziehbar und vervollständigen den sehr guten Gesamteindruck.

Selbst für Fachleute halten die im Anhang vorhandenen s/w Fotos, die z.B. die Existenz römischer Schaufelradschiffe, Taschenmesser, Kugellager oder Hufeisenbögen dokumentieren, einige Überraschungen bereit. Unsere Altersempfehlung lautet: geeignet für Jugendliche ab 12.

Rezensent: Michael Egger





Verlagsinformation

Das Römische Reich um 260 nach Christus. Feinde plündern die Grenzprovinzen, Kaiser kämpfen um die Macht. Die Sonne des Imperiums scheint zu sinken, als Flavius, ein junger Römer, von dem Gut seines Onkels bei Trier aufbricht. Der Wunsch, seine Eltern zu finden, und die Suche nach einem Tempelportal, das vor den Barbaren versteckt wurde, reißen ihn in einen Strudel von Ereignissen, die ihn über Rom, Palmyra und Babylon bis nach Persien führen.

Doch als Flavius sich am Ziel glaubt und der Liebe seines Lebens begegnet, stellt ihn das Schicksal vor die größte Herausforderung.”

Pressestimmen:

„Ausnehmend gutes Porträt der antiken Welt im 3. Jahrhundert.”

Brigitte

„Dem Autor gelingt es scheinbar mühelos, seinen Helden über die historische Bühne zu führen, ohne den Leser mit komplizierten Verwicklungen zu verwirren oder mit endlosen Nebenhandlungen zu nerven. Eine gradlinige Geschichte mit viel Spannung und echter Leidenschaft.”

NDR 1 „Bücherwelt"


zurück zum Seitenanfang



© by Wolfgang Haan & hoeren-undlesen.de
Webmaster: Jan Rintelen, Zürich/Schweiz Kontakt: rezensionen.ch