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Gerald Clarke - Truman Capote

Gerald Clarke
Truman Capote
Eine Biographie

Kein & Aber, 2007
Gebunden
768 Seiten
mit zahlreichen Abbildungen
Übersetzer: Brigitte Stein


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Penibles Bild eines Enfant terrible

Gerald Clarke - Truman Capote

Der Film „Frühstück bei Tiffanys“, mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle, ist aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken. Die Zahl derer, die wissen, dass Truman Capote die Buchvorlage, 1958 publiziert, hierzu geliefert hat, ist schon geringer. Noch weniger bekannt ist, dass er mit „Kaltblütig“ das neue Genre des dokumentarischen Romans – New Journalism - schuf.
Bereits 1951 erntete er mit seinem zweiten Buch „Die Glasharfe“ das Lob der Kritik und wurde als bedeutendster Nachwuchsautor seiner Generation gehandelt. Manche Kritiker gingen so weit, ihn als Nachfolger von Carson McCullers und William Faulkner zu handeln.

Doch Truman Capote war nicht nur ein Schriftsteller, der die Meinungen spaltete. Als Mitglied der New Yorker High Society sorgte er auch ansonsten für regen Gesprächsstoff. Seine Selbstdarstellung, seine Exzesse und Ausschweifungen wurden von denen geliebt, die zu seinem Dunstkreis gehörten. Diejenigen, die nicht zu diesem erlauchten Kreis gehörten, hatten nur Spott und Verachtung für ihn übrig. Nach dem Erscheinen von „Kaltblütig“ beging er die ultimative Provokation, als er 1966 die, für ihn, 500 berühmtesten Amerikaner zu einer Party einlud. Jeder, selbst ein Teil seiner erbitternsten Gegner, wollte auf die Gästeliste. Nach diesem Eklat wurde es literarisch sehr ruhig um ihn. 1984 starb er völlig weitest gehend dem Vergessen anheim gefallen, in Los Angeles. 1988 erschien dann die bis heute als Standardwerk anerkannte und von im autorisierte Biographie „Truman Capote“ seines engen Freundes und Wegbegleiters Gerald Clarke.

Der Schweizer Verlag Kein und Aber hat es sich zum Ziel gesetzt, einen der bedeutendsten amerikanischen Autoren der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu dem Stellenwert zu verhelfen, dem ihm gebührt – mit einer aufwendigen Werkausgabe, teils auch als Hoerbuch erhältlich, in der jetzt auch Clarkes Biographie neu veröffentlicht wurde. Trotz seiner Nähe zu Capote kann man ihm keine Subjektivität vorwerfen. Exzellent die Recherche, schonungslos, ohne Voyeurismus seine Schilderung des schnellen Aufstiegs und langsamem Falls eines Genies. Trotzdem ist es ein sehr persönliches, menschliches Bild, welches er von Capote zeichnet – er vermeidet jeglichen Kommentar und Verurteilungen. Auch der Tradition von Capotes realistischem Roman bleibt er treu. Gerade durch den flüssigen Schreibstil, die spannende Darstellung von Truman Capotes schillerndem Leben und dem psychologischen Tiefgang liest sich „Truman Capote – eine Biographie“ mehr wie ein Roman denn wie eine der sonst so üblichen, knochentrockenen und überaus sachlichen Biographien. Wer sich einen ersten Eindruck von der Biographie verschaffen möchte, dem sei der kürzlich erschienen Kinofilm „Capote“ ans Herz gelegt. Dieser basiert auf Gerald Clarkes Buch und erzählt von dem 6-jährigen Zeitraum, in dem er „Kaltblütig“ verfasste.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Man könnte behaupten, es sei ein Leichtes, über eine so schillernde Figur wie Truman Capote eine spannende
Biographie zu verfassen. Ist es nicht. Obwohl oder gerade weil Capote ein so bewegtes Leben geführt hat. Der Ruhm nach Kaltblütig war unendlich – Capote gehörte nicht nur zum New Yorker Jetset, er war Jetset. Aber seine Abstürze waren ebenso maßlos: In den letzten Jahren vor seinem Tod versank er mehr und mehr in Depressionen, in Sucht und Larmoyanz. Zerrissen fühlte er sich schon als kleiner Junge. Seine Mutter war schön, glamourös – und eine unberechenbare Alkoholikerin, sein zur Hochstapelei neigender Vater in Trumans Kindheit kaum präsent. Und trotzdem muss er bereits von seinen Spielkameraden in Alabama als etwas sehr Einzigartiges wie Eigenartiges wahrgenommen worden sein, als einer, der zu verführen weiß, aber auch zu manipulieren.
Gerald Clarke versteht sich auf die Kunst, die Stationen Capotes nicht einfach nur abzumalen, sondern wirklich zu erzählen. Ihm gelingt das kleine Wunder, dass sich seine Biographie so aufregend liest wie ein Roman.

Presse: »In diesem großartig recherchierten und wunderbar geschriebenen Werk erfüllt Gerald Clarke, der über Jahre das Vertrauen des Porträtierten besaß, Capotes innigsten Wunsch, in dieser Biographie nichts, aber auch wirklich nichts zu verschweigen.«
New York Times


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