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Diane Setterfield - Die dreizehnte Geschichte

Diane Setterfield
Die dreizehnte Geschichte


Random House Audio, 2007
Anzahl CDs: 6
Laufzeit in Minuten 420
gekürzte Lesung
Sprecher: Judy Winter, Franziska Petri
Übersetzer: Anke Kreutzer, Dr. Eberhard Kreutzer


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Elf Geschichten zu viel

Diane Setterfield - Die dreizehnte Geschichte

Margaret Leas Leben besteht ausschließlich aus ihrer bibliophilen Leidenschaft. Tagsüber arbeitet sie in einer verstaubten Buchhandlung, nachts vergräbt sie sich und füllt ihr unerfülltes Leben dadurch aus, dass sie liest – und liest – und liest.
Doch nicht irgendetwas; nein es muss irgendetwas Altes sein. Doch eines Tages tritt in ihrem Leben eine unerwartete Wendung ein – eine Prinzessin in Gestalt der exaltierten Erfolgsschriftstellerin Vida Winter erbarmt sich ihrer, um ihr die Welt zu zeigen.

Nachdem sich die Autorin auf dutzenden Seiten dem Leben von Margaret gewidmet hat, ohne dass im klassischen Sinne „etwas passiert“, überschlagen sich jetzt förmlich die Ereignisse. Zumindest im Vergleich zu den bisherigen Begebnissen. Doch jetzt stellt sich das erste Rätsel für den Leser: warum wurde gerade Margaret von Vida ausgewählt? Damit der Leser auch nichts verpasst, wird diese Frage auf den nächsten Seiten immer wieder in abgewandelter Form gestellt. Die Spannung steigt; man stellt sich die dramatischsten Gründe vor. Doch die irgendwann gelieferte Begründung ist so fad, dass man die Frage lieber nicht beantwortet hätte, sondern als ungelöstes Geheimnis im Raum hätte stehen lassen.

Irrsinnig viel Wahnsinn



Wer glaubt, irre viel Sinn im Plot zu finden, wir wahnsinnig enttäuscht. Wer Wahn sucht, wird jedoch auf breiter Linie fündig: wahnsinnig viele Personen im Verlauf der Geschichte sind psychisch gestört; wahnsinnig kurz ist die Spannung, wahnsinnig lange der Rest der 520 Seiten. Der Aufbau der Protagonisten, der Handlungsorte und Stimmungsbeschreibungen erinnert frappierend an englische Literatur des 19. Jahrhunderts wie Jane Austen oder der Schwestern Bronte. Mary Shelley und Edgar Allen Poe müssen als Paten für die „Gruselstory“ herhalten – hier fehlt nicht einmal die klassische Friedhofsszene mit Nebel etc. Der Versuch, diese Klassiker zu kopieren, wirkt putzig und liest sich so, als ob ein Kind zuhause beim „Vater-Mutter-Kind-Spiel“ die Verhaltensformen Erwachsener nachahmt.



Es kann nur Eine geben



Beim Hoerbuch empfindet man richtig Mitleid mit Franziska Petri: Judy Winter spielt sie, wie man so schön sagt, an die Wand. Das soll nicht die sprecherische Leistung von Frau Petri im Allgemeinen mindern. Doch Judy Winter hat einen nicht zu übertreffenden Vorteil: bereits seit 1998 tritt sie mit einem vom Publikum enthusiastisch gefeierten Soloprogramm auf, bei dem Sie Marlene Dietrich spielt, ihre Texte und Lieder vorträgt. Die Lesung der Diva Vida (übrigens ein Anagramm des Wortes Diva) Winter könnte man somit „nur“ als eine Fortsetzung ihres Soloprogramms bezeichnen. Als weiteres Handicap kommt für Franziska Petri hinzu, dass sie auch als Erzählerin fungiert und die Zwischentexte liest. Dies wird besonders nervig, wenn Judy Winter einen „Ein-Wort-Satz“ wie „Ja“ sagt und dann „sagte Sie“ von Frau Petri gesprochen wird – häufig wechselt dann die Erzählperspektive wieder zurück zu Judy Winter.

Übrigens sollen die Filmrechte an dem Roman bereits verkauft sein. Es ist davon auszugehen, dass in der Filmadaption, nach ihrer Anpassung an den Kinomarkt, der größte Teil der o. g. Kritikpunkte keine Rolle mehr spielen wird – Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Ein Leben lang musste Vida Winter, Englands erfolgreichste Autorin, Stillschweigen darüber bewahren, was damals, in jener Nacht vor rund sechzig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nun, dem Tode nah, erleichtert sie erstmals ihr Gewissen und beichtet der jungen Buchhändlerin Margaret die schockierende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester…

Mit verteilten Rollen gelesen von Judy Winter und Franziska Petri.


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