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Helene Tursten - Feuertanz

Helene Tursten
Feuertanz


btb, 2006
Gebunden
320 Seiten
Übersetzer: Holger Wolandt, Lotta Rüegger

Leseprobe 1 (pdf, 0.1 MB)


Bestellen bei amazon.de

Angebrannt

Helene Tursten - Feuertanz

Kriminalinspektorin Irene Huss steckt in einem Dilemma: Bei einem Hausbrand starb ein Mensch und die einzige Zeugin steht gleichzeitig unter dringendem Tatverdacht – Sophie, die 11-jährige Stieftochter des Toten.
Doch Sophie schweigt beharrlich. Trotz eines monatelangen Aufenthaltes in einer kinderpsychologischen Klinik und behutsamer Gesprächsversuche bringt man das Mädchen nicht zum Reden. Nur ihrer Mutter hat sie in einem 4-Augen-Gespräch Einzelheiten zum Tag des Unglücks erzählt. Und diese ist davon überzeugt: Sophie lügt nie! Dass Sophie seit frühester Kindheit Symptome des Aspergersyndroms aufweist, macht die Sache für die Ermittler auch nicht einfacher.


Helene Tursten macht in „Feuertanz“ einen großen Zeitsprung zurück zu den beruflichen Anfängen von Irene Huss ins Jahr 1989. Erst seit einem Monat gehört sie zur Mordkommission. Ihr Vorgesetzter, Kommissar Sven Andersson, macht keinen Hehl daraus, dass es ihm überhaupt nicht passt, einen weiblichen Polizisten zugeteilt bekommen zu haben. Und sie ist auch noch Mutter zweier minderjähriger Kinder! Als das Dezernat bei der Befragung von Sophie nicht weiterkommt, überträgt er kurzerhand den komplizierten Fall an den Neuling. Unterschwellig, so glaubt Irene, schwingt hier eine Drohung mit: „Kommst du mit solchen Aufgaben nicht klar, dann hast du hier beim Dezernat nichts zu suchen.“

Doch sie erreicht genauso wenig wie ihre männlichen Kollegen. Andere, dringendere Fälle beanspruchen die Zeit der Polizisten und so wird die Akte irgendwann im Laufe des Jahres 1990 geschlossen. „Man ging davon aus, dass er von einer im Bett gerauchten Zigarette verursacht worden war.“

Obwohl Irene im Laufe der folgenden Jahre noch manchmal an Sophie dachte, beschäftigt sie sich nicht weiter mit dem Fall. Bis 2004 bei einem Brand die Leiche einer jungen Frau gefunden wird – es handelt sich um Sophie.

Schnelle, dem Denkvermögen der sommerlichen Temperatur angepasste Lektüre

Als hätte der Verlag die hohen sommerlichen Temperaturen vorausgeahnt, handelt es sich beim neuesten Fall von Irene Huss um leichteste Krimikost. Nichts erinnert an ihr brillantes Debüt „Der Novembermörder“. In diesem Roman gelang ihr ein außergewöhnlich dichtes Psychogramm eines Mörders. Von dieser Fähigkeit merkt man im neuen, erfreulicherweise nur knapp 320 Seiten starken Roman überhaupt nichts. Die ersten 60 Seiten werden auf die Vorgeschichte verwandt, die man auf deutlich weniger Seiten hätte unterbringen können.

Ungefähr die Hälfte der folgenden Seiten nehmen Fälle oder Familienprobleme in Anspruch, die weder zur Atmosphäre des Romans noch zur glaubwürdigen Fortsetzung der Familiengeschichte beitragen. Die beiden, mittlerweile volljährigen, Töchter leben ihr eigenes Leben; ihr Ehemann Krister erleidet ein „Burn-out-Syndrom“ (man beachte die schwerfällig, ja fast plump konstruierte Doppeldeutigkeit zu „verbrannt, ausgebrannt“); ihr selbst macht die berufliche Überlastung schwer zu schaffen. Da bleibt nicht mehr viel Platz für ausgefeiltes Figurenmanagement. Stattdessen greift man auf massenhafte Stereotype zurück:
Die Mutter eine Frau mit häufig wechselnden Geschlechtspartners; der jüngere Bruder im Bann der älteren Schwester; die Schwester psychisch gestört; die Tante debil; der verstorbene Vater hinterließ Sophie ein Millionenerbe; der feurige lateinamerikanische Mitbewohner, der alle Frauenherzen – inkl. Sophies, deren Mutter und gerüchteweise auch Irene Huss Tochter Katarina – bricht. Von allem ein bisschen und doch nichts Ganzes.

Gleiches gilt für die Art und Weise, wie der Fall schließlich geklärt wird. König Zufall ist in jedem Krimi ausschlaggebend. Doch wenn dies zu konstruiert wirkt, wird es unglaubwürdig. Genau dies ist hier der Fall. Seitenlangem Auswerfen von uninteressanten und uninspirierten falschen Fährten folgt dann die Lösung durch den Besuch einer Party. Und Schwupps – im Kopf von Irene fügen sich alle Steinchen zu einem mystischen Mosaik zusammen. Und so geschwätzig die Autorin bisher Gedankenbrocken verschleudert hat, so verschwiegen gibt sie sich nun. Allerdings spielt dies keine große Rolle mehr; hat man doch spätestens anläßlich dieser umständlichen Geheimniskrämerei das Interesse an der Aufklärung verloren. 

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Eine mörderische Familie – und eine verteufelt gute Polizistin, die mit privaten Problemen kämpft ...

Ein neuer Fall für Irene Huss, Kriminalinspektorin aus Göteborg: In einem niedergebrannten Schuppen wird die Leiche der jungen Choreografin Sophie gefunden. Ihr Oberarm ist gebrochen, was auf Misshandlung vor ihrem Tod schließen lässt. Außerdem lassen sich starke Schmerz- und Beruhigungsmittel in ihrem Blut nachweisen. Hat der mysteriöse Mord etwas mit einer lange zurückliegenden Begebenheit zu tun? Denn das Opfer war einmal selbst Tatverdächtige – Irene Huss kann sich noch gut daran erinnern, wie sie die damals achtjährige Sophie ergebnislos verhörte, nachdem deren Stiefvater bei einem Brand ums Leben gekommen war. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Was hat Irene Huss damals übersehen? Sind die Malmborgs einfach vom Pech verfolgt – oder hat man es hier mit einer wahrlich mörderischen Familie zu tun? Denn eines steht fest: Alle Familienmitglieder benehmen sich auch diesmal höchst verdächtig. Da ist zum einen Sophies Halbbruder Frej, der einen ausgefallenen Kampfsport betreibt. Da ist zum anderen Sophies Mutter Angelica, deren Trauer sehr verhalten scheint. Und dann ist da noch die schwer zuckerkranke Tante, die seit einigen Monaten in einem Altersheim lebt. Als auf sie ein Mordanschlag mit Pralinen verübt wird, eskaliert die Situation …

Bald im Deutschen Fernsehen: Die Serie um Kriminalinspektorin Irene Huss wird derzeit verfilmt.



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