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Robert Nippoldt - Gangster

Robert Nippoldt
Gangster
Die Bosse von Chicago

Gerstenberg Verlag, 2006
Gebunden
144 Seiten
mit zahlreichen zweifarbigen Illustrationen
Illustrator: Robert Nippoldt


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Wird Al Capone zu Recht der „Boss der Bosse“ genannt?

Robert Nippoldt - Gangster

„Vergieß das Blut von Gangstern, aber verschone Frauen, Kinder und Journalisten“ lautete ein Wahlspruch der „Cosa Nostra“, einer von dem Gangsterboss „Big Jim“ Colosimo in den 20-er Jahren in Chicago gegründeten Verbrecherorganisation. Ein Glück für Robert Nippoldt, denn so überstand er unbeschadet die Recherchen zu seinem im Gerstenberg Verlag erschienenen Buch „Gangster – Die Bosse von Chicago“.
Herausgekommen ist dabei ein in mehrfacher Hinsicht außergewöhnliches Buch. Nippoldt beschränkt sich nicht auf Porträts bekannter Unterweltgrößen wie Al „Scarface“ Capone oder James „Big Jim“ Colosimo. Auch weniger bekannte Bosse sowie Journalisten, Polizeichefs oder Leibwächter finden Erwähnung. Insgesamt werden 32 illustre Zeitgenossen Al Capones mehr oder weniger ausführlich vorgestellt. Jedem hat Nippoldt eine Statistik beigefügt, aus der u. a. ersichtlich ist, wie hoch ihr Einkommen und die Lebensspanne war, ihr Vermögen zu genießen. Beim durchblättern des großformatigen, in Leinen gebundenen Prachtbandes fallen zuerst die herrlichen Illustrationen auf. Neben diesen an Phantombilder erinnernden Porträts der Gangster finden sich noch zahlreiche Zeichnungen von berühmt-berüchtigten Orten oder Verbrechensschauplätzen. Auch gezeichnete Faksimiles von Erpresserbriefen, Stadtplänen, Gangsterhauptquartieren, Bestechungslisten etc. sind an prominenter Stelle abgebildet.

Auch an Kuriositäten spart Nippoldt nicht. So erfahren wir etwa, dass Al Capone 1930 zu den „10 herausragenden Persönlichkeiten des vergangene Jahres“ gewählt wurde. Gemeinsam mit ihm wurden beispielsweise Albert Einstein und Mahatma Gandhi ausgezeichnet. Berichtet wird auch von dem berüchtigten „Valentinstag-Massaker“ und seiner Hintergründe. In kurzen Abrissen erfahren wir etwas über die Machtstrukturen, den Aufstieg und Fall der Unterweltbosse und den schier aussichtslosen Kampf der Behörden gegen Korruption und Machtmissbrauch. Ein ganzes Kapitel widmet er der Einführung der „Tommy-Gun“ als Standardwaffe der Unterwelt und beleuchtet darin, wieso dies der Beginn einer neuen Ära im Bandenkrieg war.

Für Film-Fans bekommt der grandiose Geschenkband noch eine weitere Dimension. Viele der geschilderten Ereignisse fanden in Kinofilme Eingang, die man heute als „Klassiker der Filmgeschichte“ bezeichnet. Bereits 1931 erschien „Der öffentliche Feind“ gefolgt von „Scarface“ im Jahre 1932. Die „Der-Pate-Trilogy“ steckt voller Verweise auf die alten Chicagoer Bosse und „The Untouchables“ erzählt die Umstände, die zu Al Capones Verhaftung und Verurteilung führten. Beim Durchblättern der großzügig dimensionierten Seiten stößt man immer wieder auf Einzelheiten, auf die in den vorgenannten Filmen Bezug genommen wird.

Selbstverständlich schmälert dies jedoch nicht den Genuss für alle, die sich nicht viel aus Kinofilmen machen. Denn dieses hervorragend recherchierte Buch erzählt unprätentiös die wahre Geschichte hinter all den unbewiesenen Gerüchten und Mythen rund um „die wilden Zwanziger“. Dabei spart Nippoldt Spekulation und Hörens-Sagen aus und beschränkt sich auf nachprüfbare Details und Fakten.

Fazit: Ein grandioser Prachtband mit zahlreichen, künstlerisch ansprechenden, teils farbigen Zeichnungen und vielen weiteren, liebevoll ausgesuchten Details rund um die 33 „Bosse von Chicago“ in „den wilden Zwanzigern“. Wer eine repräsentative, informative und kurzweilige Einführung in die Welt der „Cosa Nostra“ sucht, wird hier zu 100 % fündig.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Dieser geradezu genial illustrierte Prachtband ist ein absolutes Muss für alle Krimifans, Hollywood-Nostalgiker, Zigarrenraucher, Liebhaber schöner Bücher und intelligenter, auch visuell höchst aufregender Unterhaltung. Ein Buch nicht nur für Männer!

Gangster gibt Einblick ins Chicago der Roaring Twenties und erzählt von einer quirligen, boomenden Stadt und den lebenshungrigen Menschen, die dort im anbrechenden neuen Zeitalter nach dem großen Krieg ihre Freiheit genießen. Vor allem aber zeigt er die zwielichtige Szene, die sich im Schatten der Prachtentfaltung entwickelt: Mit der Einführung der Prohibition formieren sich Gangsterbanden, deren äußerst einträgliches Geschäft der Alkoholschmuggel ist. Betrug, Erpressung und kaltblütige Morde sind an der Tagesordnung. Die anekdotenreich erzählten Geschichten um die Gangsterbosse, korrupten Politiker und bestochenen Polizisten ergänzen sich zu einer durchgehenden Erzählung, deren Krönung die Schilderung vom Aufstieg und Fall des mächtigsten und wohl berühmtesten Vertreters seiner Zunft ist: Al Capone. Er, der Boss der Bosse, führte sein Leben nach dem Motto: »Man erreicht mehr mit einem freundlichen Wort und einer Pistole als mit einem freundlichen Wort allein.«


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