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Silke Porath - Gottes Weber

Silke Porath
Gottes Weber
Das Leben des Heiligen Antonio Maria Claret

Sonstige, 2005
Broschiert
428 Seiten

Leseprobe 1 (pdf, 0 MB)


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Weil ich nicht anders kann

Silke Porath - Gottes Weber

Der „Buchclub“ ist nicht die Erfindung des Bertelsmann-Konzerns. Schon im Jahre 1848 gründete der spanische Prediger Antonio Maria Klaret eine religiöse Verlagsbuchhandlung. Diese hatte zum Ziel, Spenden zu sammeln, Bücher zu verlegen und Schriften zu verbreiten.
Dies ist nur eine der vielen Taten des Heiligen Claret, wie wir in Silvia Poraths historischem Roman „Gottes Weber“ erfahren. Doch obwohl schon früh in ihm der Wunsch bestand, Priester zu werden, schlug er zuerst einen anderen Weg ein. Als 12-jähriger begann er in der väterlichen Weberei seine Lehrzeit. Schon bald zeigte er eine außergewöhnliche handwerkliche Begabung. Um diese zu fördern und zu vervollkommnen, wird er zum Studium nach Barcelona geschickt. Doch als sein alter Vater nach ihm schickt, um ihm die Leitung der Weberei zu übertragen, widersetzt er sich dessen Wunsch. Stattdessen tritt er in das Priesterseminar in Vic ein und erhält bereits 1835 die Priesterweihe, obwohl er das Studium noch nicht abgeschlossen hat. Wenig später wird er wieder in heimatliche Gefilde versetzt. Hier, in Katalanien, wird schnell seine eigentliche Berufung erkannt. Als apostolischer Missionar durchwandert er zu Fuß ganz Katalonien und verbreitet den katholischen Glauben. 1849 gründete er den Orden der „Claretiner“ und 1855 den Orden der „Claretiner-Missionarinnen“.

Sparkassen, Bibliotheken und Genossenschaften



Doch war er kein fanatischer Theoretiker. Um der armen Bevölkerung zu helfen, gründete er Genossenschaften, Sparkassen mit ausgeprägtem sozialem Charakter und jedem zugängliche Volksbibliotheken. Er kämpfte gegen die Sklaverei, stiftete landwirtschaftliche Lehrgüter und sorgte für die Schulbildung der Jugend. Um die Krankenpflege zu verbessern, förderte er die Zusammenarbeit unterschiedlichster Orden und Glaubensgemeinschaften zum Wohl der einfachen Bevölkerung. Obwohl er sich gänzlich politischer Äußerungen enthielt und versuchte, eine neutrale Stellung einzunehmen, machte er sich durch sein Wirken immer mehr einflussreiche Persönlichkeiten zum Feind. Diese Feindschaften gipfelten in mehreren Attentatsversuchen, bei deren letztem er 1856 so schwer verletzt wurde, dass seine Genesung an ein Wunder grenzte.



Die Päpstin und der Weber



Um ihnen nicht die Spannung an der Lektüre zu nehmen, soll hier nicht mehr erzählt werden. Obwohl es sich hier um einen historischen Roman handelt, ist dieser kaum vergleichbar mit ähnlich postulierten Werken wie beispielsweise „Die Hüter der Rose“ oder der Bücher von Diana Gabaldon. Einzig „Die Päpstin“ von Donna W. Cross könnte man vergleichsweise heran ziehen. Auf den ersten Blick ist die Thematik ähnlich. Allerdings unterscheidet sich die Ausführung voneinander wie die Bildzeitung von der FAZ.
Beide Autorinnen erzählen eine spannende Geschichte mit zahlreichen Wendungen vor historisch-religiösem Hintergrund. Doch anders als in „Die Päpstin“ merkt man Frau Porath den Respekt an, den sie vor der Haltung Clarets hat. Es geht hier weniger um „Erweckungserlebnisse“ oder vermeintliche Wunderheilungen sondern um einen Mann, der es sich zur Aufgabe machte, den Unterprivilegierten, Armen und Verstoßenen gegen die Widerstände der Mächtigen zu helfen. Diese Geisteshaltung hat bis heute zu in Lateinamerika ihre Tradition. Dort gehen noch heute Kirchenführer für ihre Überzeugung auf die Strasse und riskieren dabei oft ihr Leben und ihre Gesundheit. Ähnlich wie Claret ist ihre Motivation nicht das Streben nach weltlicher oder politischer Macht. Und doch ist ihre Wirkung auf politische Strömungen unleugbar und wird, damals wie heute, von den Staatenlenkern ungern gesehen. Somit ist „Gottes Weber“ nicht nur die mit künstlerischer Freiheit bearbeitete, spannende Biographie eines unbequemen Mannes, sondern auch das hervorragend gelungene Porträt eines frühen Verfechters des „Aufrechten Ganges“. 

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

„Schmach und Schande kommt über alle, die sich über dich erhitzen. Die Männer, die mit dir streiten, werden zunichte und gehen zugrunde“ (Jesaja 41,11)Spanien zur Zeit Napoleons. Der junge Weber Antonio Claret verlässt gegen den Widerstand seines Vaters die Universität, um Mönch zu werden. Der Beginn einer einzigartigen - und wahren - Geschichte: der junge Geistliche steigt auf vom Wanderprediger zum Bischof von Kuba und wird der persönliche Beichtvater der spanischen Königin Isabella II. Doch mächtige Feinde und höfische Intrigen bringen sein Leben und seine Mission immer wieder in Gefahr ...Ein außergewöhnlicher Historienroman.
Antonio Maria Claret, ein Heiliger – der Gründer des Claretiner Ordens wurde auf erfrischende Weise von der Autorin wieder zum Leben erweckt.


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