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Peter Ackroyd - Shakespeare

Peter Ackroyd
Shakespeare
Die Biographie

Knaus Verlag, 2006
Gebunden
656 Seiten
Übersetzer: Michael Müller, Otto Lucian

Leseprobe 1 (pdf, 0.2 MB)


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9802

Peter Ackroyd - Shakespeare

Einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 1999 zu Folge gibt es bisher 9801 Biographien über William Shakespeare (an dieser Stelle mein Dank an den Statistiker, der diese alle gezählt hat). Warum es sich trotzdem lohnt, Peter Ackroyds Biographie eines näheren Blickes zu würdigen, erfahren wir vom Autor selber. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, möchte ich darauf hinweisen, dass das folgende Zitat nicht aus dem Vorwort oder einem sonstigen Text des Autors zu seinem eigenen Werk stammt. Allerdings könnte man dieses getrost (fast) allen vergleichenden wissenschaftlichen Texten voranstellen: „Das Nachahmen großer Originale war die unerlässliche Voraussetzung für das Abfassen eines eigenen Textes und galt weder als Diebstahl oder Plagiat, sondern als kreativer Akt von Adaption und Assimilation.“

Informativ und einsteigerfreundlich



Erstaunlicherweise beschränkt sich der Autor nicht auf die Rolle des objektiven Beobachters. Im Gegenteil wirkt er häufig wie ein Erzähler, ein Künder vergangener und doch lebendig gebliebener Zeiten, manipuliert jedoch zu keiner Zeit „die Einstellung“ des Lesers gegenüber Shakespeare oder seinem Werk. Zu diesem positiven Eindruck trägt mit Sicherheit sein literarischer Stil bei: fundiert und doch leicht verständlich erklärt er komplizierteste Zusammenhänge und Quellenlage. Damit erleichtert er dem unbedarften, doch an Shakespeare, seinem Werk und zeitlichem Kontext interessierten Laien einen problemlosen Einstieg, ohne dabei den wissenschaftlich Interessierten zu vernachlässigen. Unerlässlich für jede, selbst populärwissenschaftliche, Arbeit ist der für Kollegen und/oder Kritiker, welche das Haar in der Suppe suchen, ein Quellennachweis. Dieser hat in diesen Kreisen das gleiche Gewicht wie für Industriekonzerne das Gütezeichen von Ökotest, Achroyds exzellenter Anhang umfasst über dreißig Seiten und erfüllt alle diese Anforderungen.

Wer hat nicht schon einmal damit begonnen, eine Biographie zu lesen – und diese nach kürzester Zeit wieder kopfschüttelnd weggelegt. Die häufigsten Gründe dürften wohl der trockene Schreibstil, die Überfrachtung des Textes mit Fachkauderwelsch und, nicht zu vergessen, die Länge der Kapitel sowie Satzungetüme und -verschachtelungen sein; häufig hat man am Satz- oder Kapitelende schon vergessen, um was es dem Biographen eigentlich ging. 

Wie bereits erläutert, treffen die ersten beiden Punkte nicht auf Peter Ackroyds leserfreundlichem Buch zu. Doch Peter Ackroyd hat auch für diese Probleme eine elegante Lösung gefunden: seine Satzkonstruktionen folgen (fast immer) exakt den Empfehlungen moderner Medien- oder Neurowissenschafter und sind dabei eleganter als so manche gefeierte Literaturentdeckung. 

Gleiches wendet er bei der Länge der Kapitel an. Kein Kapitel ist länger als 10 Seiten, bewegen sich in der Regel zwischen fünf und sieben Seiten. Dies entspricht ungefähr der Seitenzahl, die man abends einem Kind vor dem Schlafen gehen vorliest. Die Kapitel bauen chronologisch aufeinander auf so dass man, selbst bei einer längeren Pause, schnell wieder ins Thema zurückfindet – allenfalls 10 Seiten sind zurück zu blättern, um den Anschluss wieder zu finden. Für wissenschaftlich orientierte Leser, die einen schnellen Zugriff auf bestimmte Werke oder Epochen in Shakespeares Leben benötigen, dürfte sich schwerlich ein ähnlich komfortables Nachschlagewerk finden. Und wem dies noch nicht ausreicht, dem hilft der umfangreiche Quellenanhang weiter.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

DAS LEBEN DES GRÖßTEN DRAMATIKERS – ERZÄHLT VON EINEM GENIALEN AUTOR.

Peter Ackroyds Bücher sind in England Kult. Seine Biographie der Stadt London war auch hierzulande ein großer Erfolg. Nun entwirft er in seiner Shakespeare-Biographie das Bild eines Mannes, der die Freiheit, das Spiel und das Wort liebte, dem das Leben überbordende Energie, nie versiegende Lust am Neuen und einen hell strahlenden Geist mitgegeben hatte. Andere Biographen haben analysiert, Ackroyd lebt sich in Shakespeares Welt hinein.

Das Leben des begnadeten Dramatikers und Dichters William Shakespeare (1564-1616) gibt bis heute zu Spekulationen Anlass. Kaum Persönliches ist überliefert. Nur das Werk ist ein Vermächtnis von zeitloser Genialität. Peter Ackroyd lässt sich weder von der Fülle der Shakespeare-Literatur noch von den Ungewissheiten seines Lebensweges abschrecken. Wahlverwandt und souverän findet er Spuren in Dramen und Sonetten, bei Zeitgenossen und Nachfahren. Er gesellt sich zu dem glücklichen Kind aus wohlgeordneten Verhältnissen, das den Fluss liebte und den freien Flug der Vögel, begleitet den Dichter als warmherzigen, kühnen und selbstbewussten jungen Mann, der süchtig war nach Experimenten jeder Art und sich durch nichts aufhalten ließ. Mit überschäumender Vitalität entwickelte sich Shakespeare schnell zu einem sehr guten Schauspieler und Autor. Der tägliche Kontakt mit seinem Publikum, das aus allen Gesellschaftsschichten kam, floss unmittelbar in seine Stücke ein. Sie waren theaterwirksam und ganz nah am Leben. Shakespeare predigte nicht und lieferte keine Regeln; er bildete die Welt in ihrem Widerspruch ab, so dass sich Menschen bis heute in seinen Stücken erkennen.
Peter Ackroyd kommt dem Mann aus Stratford-on-Avon beispiellos nahe. Diese freundschaftliche Nähe macht das Buch zu einer berührenden und wunderbar leichten Lektüre.


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