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Jacqueline Winspear - Maisie Dobbs - Verzeihliche Lügen

Jacqueline Winspear
Maisie Dobbs - Verzeihliche Lügen
Englands erste Detektivin ermittelt

Audiobuch Freiburg, 2006
Anzahl CDs: 6
Laufzeit in Minuten 420
gekürzte Lesung
Sprecher: Franziska Pigulla
Übersetzer: Sonja Schumacher

Hoerprobe 1 (mp3, 1.4 MB)

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Süsser Toffee oder saure Drops

Jacqueline Winspear - Maisie Dobbs - Verzeihliche Lügen

Anders als so mancher unterbezahlte und –beschäftigte Privatdetektiv amerikanischer Kriminalromane schwelgt Maisie Dobbs förmlich in Aufträgen. Zunächst übernimmt sie die Recherchen in einem Mordfall, bei dem ein minderjähriges Mädchen einen Mann erstochen haben soll. Dann erhält sie von einem alteingesessenen Adligen den Auftrag, den Ort ausfindig zu machen, an dem sein Sohn im ersten Weltkrieg gefallen ist. Gleichzeitig wird sie gebeten, den Verbleib von einem Freund zu klären. Drei Fälle, die Maisie gleich bei ihrem ersten Auftritt am literarischen Himmel lösen soll. Doch keine Angst vor Hektik ob solcher Auftragsvielfalt: Maisie löst gemütlich einen Fall nach dem nächsten.

Der Roman spielt im London der zwanziger Jahre. Maisies Ansichten gehören zu einer Gruppe, die es damals noch gar nicht gab: sie ist ein Kind des New Age, esoterisch angehaucht, glaubt an Widergänger, Schutzengel, Auren, Symbole und Zeichen. Sie zeichnet sich nicht wie ihre Zeitgenossen Hercule Poirot oder Miss Marple durch einen messerscharfen Verstand, adlerscharfe Augen oder irrsinnige Kombinationsgabe aus, sondern dadurch, dass ihr die Lösung aller dreier Fälle in den Schoss fällt. Spannung sucht man in dem vor sich hindümpelnden Roman vergebens. Die Figuren und Landschaftsbeschreibungen sind langweiliger als ein Fernsehabend am „Dominoday“. Die Originalität der Fälle liegt auf dem Niveau der Nordsee und wenn man Schwarz/Weiß für Farben hält, liefert der Roman ein Kessel buntes.



Unverzeihliche Fehler



Ich weiß nicht, wen man mehr Bedauern muss: den Hörer, den Leser oder die Sprecherin Franziska Pigulla. Sie bemüht sich redlich, der Geschichte irgendeine Form der Unterhaltung zu geben. Doch leider gelingt ihr dies nicht. Alle Versuche, Spannung zu erzeugen oder Interesse zu wecken, versickern im Sande. Und so weiß man als Hörer nicht, warum die einzige Passage im Roman, an der Franziska Pigulla wahre Gefühle zeigen könnte, so kläglich nichts sagend und künstlich klingt – es sei denn, man fasst diese als Hilfeschrei der Sprecherin auf, sie von diesem Auftrag zu entbinden.

Fazit: als Krimi getarnter Frauenroman, angesiedelt im Milieu des englischen Hochadels zur Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs zwischen erstem und zweitem Weltkrieg. Im Roman klingt weder Sozial- noch Gesellschaftskritik an. Politische Strömungen werden außen vorgelassen. Ohne Esprit, Witz und Spannung bleibt sie weit hinter den Erwartungen zurück und macht den Untertitel leider zu wahr. Der geneigte Leser ist mit der Reihe um Lord Peter Wimpsey aus dem gleichen Hörverlag wesentlich besser bedient – hier ist der Sprecher Christian Brückner, welcher der arrogant-pfiffigen Art eines englischen Adeligen, dessen Passion die Lösung kniffliger Kriminalfälle ist, eine hochnäsig-arrogante Note verleiht, die sowohl der Zeit als auch dem Untergang des Commonwealth angemessen ist. Parallel dazu wäre noch die Reihe um Temple empfehlenswert, die gerade im „Der Audio Verlag D>A<V“ in einer ansprechenden und preiswerten Sammleredition erschienen ist.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Es ist, als sei Miss Marple in einen Jungbrunnen gefallen. Die junge und eigenwillige Detektivin Maisie Dobbs ermittelt im London der dreißiger Jahre. Ihr Handwerk erlernte sie von dem geheimnisvollen Franzosen Maurice Blanche: Mittels übersinnlicher Fähigkeiten löst sie jeden Fall. Dieses Mal ist es besonders verzwickt. Auf den Spuren des vermißten Sohnes von Cecil Lawton reist sie nach Frankreich. Dort wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit als Krankenschwester zu Kriegszeiten konfrontiert und macht eine Entdeckung, die ihren verehrten Mentor Maurice schwer belastet …

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