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John Grisham - Der Gefangene

John Grisham
Der Gefangene


Random House Audio, 2000
6 Audio-CDs
Laufzeit: ca. 420 min
Sprecher: Charles Brauer

Hoerprobe 1 (mp3, 1.9 MB)

Bestellen bei amazon.de

Toller Thriller oder mieses Sachbuch?

John Grisham - Der Gefangene

In Anlehnung an Jonny Rottens populären Song „This is not a Lovesong“ muss man diesem Buch vorausschicken: „Dies hier ist kein Thriller, sondern (soll) ein Sachbuch (sein)“. Und damit fangen die Probleme schon an. Erzählt wird die wahre Geschichte der beiden Männer Ron Williamson und Dennis Fritz, die wegen eines Mordes verurteilt werden, den sie nicht begangen haben. Buchstäblich in letzter Sekunde vor Vollstreckung des Todesurteils an Ron Williamson wird mittels einer DNA-Analyse die Unschuld der vermeintlichen Täter bewiesen. Sie werden auf freien Fuß gesetzt, der wahre Täter dingfest gemacht.

John Grishams Roman könnte man in die Tradition des von Truman Capote mit „Kaltblütig – In Cold Blood“ geschaffenen Genres des „New Journalism“ einreihen, wenn... ja wenn sich Grisham an grundlegende journalistische Regeln halten würde.


Grundvoraussetzung und schon durch den Titel „Kaltblütig“ exponiert ist die Distanz zum Geschehen, die der Erzähler durchgehend wahren muss, selbst wenn es sich um ein so sensibles Thema wie die Todesstrafe handelt; Grisham hingegen polarisiert und polemisiert. „New Journalism“ impliziert, alle Beteiligen gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen. Auch dies geschieht hier nicht. So verschweigt er beispielsweise, dass auch Bill Peterson, 1988 Vertreter der Anklage, zu den maßgeblichen Personen gehörte, auf deren Betreiben die DNA-Tests durchgeführt wurden, die 1999 zur Freilassung der beiden Inhaftierten führten.

Als Peterson Grisham schriftlich darauf hinwies, dass bereits auf den ersten Seiten des Buches Details falsch oder unvollständig wiedergegeben sind, war Grishams Antwort kurz und bündig: „Fehler liegen in der Natur von Sachbüchern“.

Die gleichen Fehler


Charles Brauers Lesung entspricht genau der Intension des Autors. Er versucht nicht einmal, die Polemik durch aufgezwungene sprachliche Sachlichkeit zu entschärfen. Seine Wutausbrüche bei den Stellen, in denen Polizisten Beweise gefälscht, vernichtet oder schlicht in der Schublade „verschwinden“ lassen wirkt echt, und damit völlig deplaziert. Es hätte dem Buch sicherlich gut getan, in einer moderateren Form vorgetragen zu werden. Dies heißt nicht, dass die Lesung oder das Buch schlecht ist, sondern nur, dass es nicht das ist, was es vorgibt zu sein: der objektive Bericht über einen Justizirrtum. Herausgekommen ist der fatale Versuch eines Rechtsanwaltes, sich als Journalist zu betätigen und sich als literarischen Nachfolger von Truman Capote zu etablieren. Jeder, der sich von den elementaren Unterschieden der beiden Werke überzeugen will, bekommt dazu in Kürze Gelegenheit: Im Verlag Kein & Aber erscheint im Rahmen der gesamten Werkausgabe von Truman Capote eine Neuübersetzung von „Kaltblütig“.

Rezensent:





Verlagsinformation

Unschuldig verurteilt – Diesen Albtraum erlebte Ex-Basketballspieler Ron Williamson, der wegen Mordes in der Todeszelle saß. Grisham widmet sich diesem erschütternden Fall, der Zeugnis über die Ungerechtigkeit eines modernen Rechtssystems ablegt. Brillant und mit großer Sympathie für seinen Helden erzählt er Williamsons Geschichte als packenden Thriller, der nicht mehr aus der Hand zu legen ist.

• Altmeister Charles Brauer leiht John Grishams mitreißender Story seine vielseitige, versierte Stimme.
• In der Tradition von Truman Capotes „Kaltblütig“.


"Kurzum: ergreifende Story mit einem Charles Brauer in Bestform."
Allgäu Live In

"... ein fesselnder Justizkrimi in bewährter Grisham-Manier, wie immer genial gelesen von Charles Brauer."
Radio Gong 96,3

"Brilliant und mit Sympathie erzählt er Williamsons Geschichte als packenden Thriller."
KielerLeben



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