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Donna Leon - Nobilta

Donna Leon
Nobilta
Commissario Brunettis 7. Fall

Steinbach Sprechende Bücher, 2006
Anzahl CDs: 7
Laufzeit in Minuten 495
ungekürzte Lesung
Sprecher: Charles Brauer

Hoerprobe 1 (mp3, 1.4 MB)
Hoerprobe 2 (mp3, 1.4 MB)

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Verscharrt wie ein räudiger Hund

Donna Leon - Nobilta

Unter einer dünnen Erdschicht verscharrt findet man auf einem Acker in der Nähe eines winzigen italienischen Dorfes die skellettierte Leiche eines jungen Mannes. In unmittelbarer Umgebung findet der vor Ort ermittelnde Kommissar einen Ring mit einem Wappen. Schnell kann dieses Familienwahrzeichen und somit auch die vermutliche Identität des Toten festgestellt werden. Es handelt sich um den Sohn einer bedeutenden und alteingesessenen venezianischen Adelsfamilie, der vor fast 2 Jahren entführt wurde. Nach zwei Lösegeldforderungen erfolgte brach der Kontakt zu den Entführern ab. Seit dem erhielt die Familie kein Lebenszeichen ihres Sohnes. Xxx Mutter hat den Verlust nie verwunden und ist nur noch ein Schatten der einstmals schönen und bewunderten Ehefrau eines mächtigen Wirtschaftsmagnaten. Sein Vater stürzte sich in seine weltweiten Geschäfte in denen er tatkräftig von seinem Neffen unterstützt wird, der von ihm schon vor Jahren an Sohnes statt angenommen wurde und sich als ein geschäftliches Genie entpuppte - ganz im Gegensatz zum leiblichen Sohn, der auf Grund seiner beschränkten Fähigkeiten nur repräsentative Aufgaben wahrnahm oder als Kurier für brisante Verträge diente. Nach Aussage des Vaters bzw. des Neffen gab es zwischen den beiden keine Spannungen; jeder war mit der Aufgabenteilung einverstanden. Erste Zweifel an dieser Darstellung der Dinge ergeben sich, als Commissario Brunetti tiefer gräbt und mit Zeugen spricht, die man mit hohen Schweigegeldzahlungen bestochen hat, um bestimmte Ereignisse „zu vergessen“.

Vom Fall zum Gedanken



Wie bei fast allen der „frühen“ Fälle des venezianischen Commissario Brunetti beginnt „xxx“ mit der Schilderung des eigentlichen Kriminalfalles. Danach konzentriert sich die Erzählerin zunächst mehr auf die Gedanken, dienstlichen und privaten Erlebnisse Brunettis. Dadurch wird seine in den Vorgängerromanen begonnene Psychologisierung fortgeführt. Allerdings ist es nicht zwingend erforderlich, die vorhergehenden Fälle gelesen zu haben – die Kenntnis würde nur das Hörvergnügen bzgl. der Person Brunettis erhöhen. Dabei kommt weder die Schilderung des venezianischen Lokalkolorits noch Kritik an der verstaubten und schwerfälligen Bürokratie, Günstlingswirtschaft und dienernden Vorgesetzen. So drängen gerade hier im Laufe der (letztendlich) erfolgreichen Ermittlungen mehr moralisch-ethische Gesichtspunkte in den Vordergrund. Um die Motive der Täter verstehen zu können, die ihm so ungeheuerlich erscheinen, dass sie weit über seine Begriffswelt hinausgehen, sucht er Hilfe um zumindest Verständnis bei den griechischen Philosophen und frühzeitlicher Geschichtsschreibung. Doch diesmal scheitert der tolerante, offene und verständnisvolle Commissario an der maßlosen Kaltblütig- und Kompromisslosigkeit der Täter. 



Der vierte Versuch



Charles Brauer ist nach Philipp Schepmann, Christoph Lindert und Achim Höppner der vierte Sprecher der Donna Leon Krimis rund um den sympathischen venezianischen Commisario. Es macht wenig Sinn, die unterschiedlichen Vortragsarten der einzelnen Sprecher miteinander zu vergleichen. Wenn man ein Fan der Hörbuchreihe ist, hat man ohnehin keine Wahl – man muss nehmen, was angeboten ist. Dass die Wahl von Charles Brauer keine schlechte ist, merkt man schon nach wenigen Minuten. Seinen Vortrag als eine Imitation zu bezeichnen, ginge mit Sicherheit zu weit. Allerdings ähneln sich die beiden Sprecher in Art, Tonlage, dem Setzen von Pausen und der Umsetzung von Brunettis inneren Dialogen deutlich mehr als der vom Diogenes Verlag verpflichtete Sprecher, der weitestgehend andere Akzente setzt. So bekommt man eine gewohnt solide, ruhige, aber nicht träge Lesung, welche hervorragend die nachdenkliche Art Brunettis spiegelt und dem Hörer genügend Zeit lässt, sich in dessen Gedanken- und Gefühlswelt ein- und mitzufühlen.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Als bei der Renovierung eines Hauses am Fuß der Dolomiten die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, führt die Spur zum venezianischen Adelsgeschlecht der Lorenzonis. Der Sohn der Familie wurde entführt, und der Vater hätte liebend gern Lösegeld bezahlt. Doch die Entführer und ihre Geisel verschwanden spurlos.

Commissario Brunetti gräbt in seinem 7. Fall tiefer, als die Leiche lag, und dringt immer weiter hinter die Kulissen der Mächtigen und Einflussreichen vor.


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