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Charlotte Bronte - Jane Eyre

Charlotte Bronte
Jane Eyre


Eichborn, 2005
Anzahl CDs: 7
Laufzeit in Minuten 530
gekürzte Lesung
Sprecher: Sophie Rois

Hoerprobe 1 (mp3, 1.5 MB)

Bestellen bei amazon.de

Eine zeitlose Biographie

Charlotte Bronte - Jane Eyre


Die Ich-Erzählerin namens Jane Eyre lebt nach dem Tod Ihrer Eltern bei Ihrer Tante Mrs. Reed und deren drei Kindern. Mrs. Reed lässt Jane deutlich fühlen, dass sie nur geduldet wird und die Kinder, allen voran John, macht sich dies zunutze indem er Jane misshandelt und schlägt, wo er nur kann, ohne eine Strafe befürchten zu müssen.
Die Demütigungen, denen Jane ausgesetzt ist, eskalieren derart, dass Sie sich eines Tages gegen die brutalen Schläge Johns zur Wehr setzt, worauf hin man Sie in das Internat „Lowood“ schickt. Auch dort herrschen Entbehrungen, strenge Regeln, fast verdorbenes Essen und schlechte medizinische Versorgung vor. Aber Jane erfährt hier zum ersten Mal in Ihrem Leben Freundschaft, Zuneigung und Verständnis. Dies führt schließlich dazu, dass Sie nach Schulabschluss für einige Zeit als Lehrerin in Lowood verbleibt.

Erste Liebe und noch mehr Leid



Als sie 18 Jahre alt ist, verlässt sie auf eigenen Wunsch Lowood und verdingt sich als Hauslehrerin in Thornfield Hall, das von Mr. Rochester, seiner unehelichen Tochter Adele und einer Haushälterin bewohnt wird.
Sie verliebt sich in den Hausherrn, gibt dieser Verbindung jedoch keine Chance da sie weder hübsch, noch reich oder standesgemäß für Edward Rochester wäre. Zu Ihrer Überraschung macht er Jane jedoch einen Heiratsantrag, den Sie voller Glück an nimmt. Doch am Vorabend Ihrer Hochzeit macht sie eine schreckliche Entdeckung: Edward ist bereits verheiratet und versteckt seine wahnsinnig gewordene Frau auf dem Dachboden. Er fleht Jane an, sie trotzdem zu heiraten. Dieses Ansinnen lehnt Sie jedoch voller Empörung zurück, da sie sich nicht der Bigamie schuldig machen will.

Sie flieht aus dem Haus und irrt verzweifelt durch die Heide bis Sie, halb verhungert, im Haus der Geschwister Rivers Zuflucht findet. Hier sucht Sie Abstand von Edward, den Sie immer noch liebt, wird von Ihrem Vetter St. John Rivers umworben und erfährt wie nebenbei, dass die Rivers entfernte Verwandte sind. Als Sie von einem fast gänzlich vergessenen Onkel zur Alleinerbin eingesetzt wird, teilt Sie das Vermögen zwischen sich und den Geschwistern auf und muss sich nicht mehr als Almosenempfängerin Ihrer Verwandten ansehen.

Eines Nachts glaubt Sie im Traum die Stimme von Edward zu hören, der Sie verzweifelt ruft. Unverzüglich reist Sie nach Thornfield Hall und findet das Haus durch einen Brand völlig zerstört vor. Edwards Frau ist bei dem von ihr gelegten Brand zu Tode gestürzt und er selber ist so schwer verletzt, dass er für immer auf Hilfe angewiesen ist.

Die beiden heiraten und leben gemeinsam mit Adele in zwar bescheidenen, doch von monetären Sorgen befreiten Verhältnissen glücklich zusammen.



Wir können auch anders!



Damals wie heute spiegelt Literatur auch den Konsens der Gesellschaft. Viktorianische Frauen sollten hübsch, dumm, folgsam, gläubig und ansonsten bestenfalls Staffage und Aushängeschild des Hausherrn sein. Jane Eyre ist genau das Gegenteil: intelligent, interessant, eigenwillig und stur. Sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben und setzt diese auch um; und das sogar gegen den Willen der Männer in Ihrem Leben. Dies geht soweit, dass am Ende der Biographie Sie zur Ernährerin Ihres Mannes wird, der ohne Sie und Ihr Geld hoffnungslos verloren wäre. Mit Ihrer Erzähltechnik steht sie damit eher Defoes „Molly Flanders“ als Dickens oder Thackeray näher. Ihre Intension sind weniger sozialkritische Schilderungen oder naturgetreue Milieudarstellungen sondern die Schilderungen des inneren Lebens der Protagonistin.



Erika Mann liest



Sophie Rois, vielleicht vielen bekannt aus der Mini-Serie „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ in der Rolle der Erika Mann, hat eine Stimme mit einer erstaunlichen Bandbreite. Intuitiv erfaßt Sie die hinter den Textstellen versteckt liegenden Emotionen und vermag dadurch dem Hörer ein ungewöhnliches Hörerlebnis zu verschaffen. Mal glaubt man, einem trotzigen Kind zu lauschen, ein anderes Mal ersteht vor dem inneren Auge der bigotte, selbstgefällige Schulleiter oder die hochnäsige, kalte Tante nebst feixenden, sadistischen Kindern. Besonders gelingt ihr durch behutsamen Tonwechsel, der sich über die gesamte Laufzeit erstreckt, das „Erwachen“ von Jane Eyre auch stimmlich zu vermitteln. Und hier ist das Hörbuch wieder einmal der Printversion weit voraus: um diese Entwicklung auf die Schnelle nochmals nachvollziehen zu können, genügt es einfach, ein paar Tracks der ersten und der letzten CD hintereinander anzuhören, um allein durch die nuancierte Vortragsweise von Fr. Rois einen Eindruck von der Wandlung Jane Eyres zu erhalten.



Ein Juwel



Es handelt sich um eine, so Verlagstext, sorgsam gekürzte Lesung, und ich kann dies, verglichen an Hand „Jane Eyre“-Ausgabe des Insel-Verlages, nur bestätigen. Dem Hörbuch selber liegt ein 8-seitiges, eng bedrucktes, ausführliches und informatives Booklet bei. Die CDs selber sind, genau wie bei Benetts „Hotel Grand Babylon“ mit 90 Minuten übervoll, was jedoch nicht zu Lasten der Klangqualität geht.

Fazit: Hervorragend rezitierte, sehr gut ausgestattete Hörbuchversion eines zeitlosen Klassikers.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Das unwiderstehliche Porträt einer starken Frau - gesprochen von Sophie Rois

Jane Eyre ist eine junge Frau von 18 Jahren, als sie ihre Stelle als Hauslehrerin bei dem düsteren, verschlossenen Edward Rochester antritt. Rochester, von Jane tief beeindruckt, verliebt sich in sie macht ihr einen Heiratsantrag. Doch in der Nacht vor der Hochzeit entdeckt Jane ein furchtbares Geheimnis: Im oberen Stockwerk des Hauses hält er seine wahnsinnig gewordene Frau versteckt. Obwohl sie Rochester immer noch leidenschaftlich liebt, flieht sie und entschließt sich, ihren Vetter zu heiraten, der plant, als Missionar nach Indien zu gehen ...


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