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Alan Bennett - Hotel Grand Babylon

Alan Bennett
Hotel Grand Babylon


Eichborn, 2005
Anzahl CDs: 3
Laufzeit in Minuten 260
gekürzte Lesung
Sprecher: Katharina Thalbach
Übersetzer: Renate Orth-Guthmann

Hoerprobe 1 (mp3, 1.7 MB)

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Witzig und charmant

Alan Bennett - Hotel Grand Babylon

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das Londoner Hotel „Grand Babylon“, dem besten Hotel Europas, und ein kleiner Anlass führt zu einer Turbulenz nach der anderen. Dem spleenigen amerikanischen Multimillionär Theodore Racksole wird vom berühmten distinguierten Oberkellner Jules sein geliebter Cocktail „Angel Kiss“ verweigert mit dem Hinweis „Dies ist kein amerikanisches Hotel, Sir“.
Als Ihm dann auch noch beim Dinner kein Filetsteak serviert wird, weil Monsieur Rocco, der Küchenchef, nichts zubereitet, das nicht auf der Speisekarte steht, kauft Racksole kurzerhand für 400.000 Pfund das Hotel.

Dann überschlagen sich die Ereignisse: Seine mitgereiste Tochter Nella trifft „zufällig“ im Hotel Ihren Freund Dimmock wieder. Die Wiedersehensfreude währt allerdings nur kurz: am nächsten morgen wird Dimmock tot aufgefunden. Die leicht trottelige Polizei erscheint auf der Bildfläche, allerdings ist die Leiche von selbiger verschwunden. Kaum ist Scotland Yard aus dem Haus, findet Racksole die Leiche wieder – Rocco, nun mal ein Praktiker, wird dabei überrascht, wie er den Toten einbalsamiert, um den Verwesungsgeruch zu verhindern. Doch bevor dieser dingfest gemacht werden kann, entkommt er und nimmt gleich Miss Spencer, die Empfangsdame mit. Auch Jules verlässt das Etablissement, allerdings ist sein Abgang unfreiwillig.

In diesem Tempo geht es munter weiter und es ist noch ein langer Weg bis zum Happy End, der hier nicht verraten werden soll.

Es ist ein wahres Hörvergnügen, den vielfach verschlungenen Wegen der Protagonisten durch den Dschungel von Verschwörung, Intrige, Liebe und Mord zu folgen. Eine Pointe jagt die andere wobei Bennett hier feinste, teils sogar böseste Ironie bei der Ausarbeitung der Charaktere, Dialoge und Handlung serviert. Nie wird der Plot undurchsichtig oder nebelhaft, immer kann der Hörer der Handlung folgen und bekommt im Laufe der Geschichte neben der Komödie und der Kriminalhandlung, quasi als dritten Gang, auch noch ein gerüttelt Maß Einblick in die politischen, gesellschaftlichen und sozialen Umbrüche im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
Hier trifft das jungenhaft spontane, die Führungsrolle in der Staatengemeinschaft beanspruchende Amerika auf das zerfallende englische Imperium, englische Tradition und „Stiff-Upper-Lipp“ auf „Selfmade-Millionär“ und laxe Umgangsformen. Gegen die gemütlich-deutschen Adeligen verschwört sich das undurchsichtige Baltikum, Liebe überwindet Standesdünkel und Racksole kommt zu der Erkenntnis, dass Geld vieles, aber nicht das „Grand Hotel Babylon“ kaufen kann.
Katharine Thalbach trägt mit Ihrem rauchigen Timbre viel zur Atmosphäre des Hörbuches bei. Ausdrucksvoll verleihen Sie allen Akteuren individuelle Züge und versteht es, jede noch so versteckte ironische Anspielung zu verdeutlichen.

Die Ausstattung der CD ist nicht anders als vorbildlich zu bezeichnen. Neben den CDs ist noch ein mehrseitiges Heft mit Informationen über den Autor, den vorliegenden Roman, sein Gesamtwerk sowie eine Trackliste enthalten. Das Heft enthält darüber hinaus auch weiterführende Informationen zu Katharina Thalbach. Außerdem hat der Verlag es geschafft, jede CD mit fast 90 Minuten Text zu füllen, was sich keineswegs auf Kosten der Klangqualität jedoch positiv auf die Kosten des Hörbuches auswirkt. Man kann nur hoffen, dass andere Verlage bei der Ausstattung ihrer Hörbücher diesem Beispiel folgen werden.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Der Amerikaner Theodore Racksole ist einer der reichsten Männer der Welt, und er hat Sinn für Humor. Weil ihm das Benehmen des Oberkellners missfällt, kauft er während seines Urlaubs in London kurzerhand das Luxushotel »Grand Babylon«. Die kuriosen Folgen dieses Geschäfts erzählt der turbulente Unterhaltungsroman aus der Feder eines der meistgelesenen Autoren Großbritanniens.

Als neue Besitzer des vornehmen Hauses, das an das traditionsreiche »Savoy« erinnert, geraten Racksole und seine Tochter Nella in den Sog krimineller Machenschaften. Ein Bekannter Nellas und Freund des Prinzen Aribert von Posen wird vergiftet – doch wo ist seine Leiche? Racksole ertappt den berühmten Küchenchef des Hotels beim Einbalsamieren des Toten. Ist er der Mörder? Warum gibt die langjährige Hausdame von einem Tag auf den nächsten ihre Stellung auf? Und was führt der Oberkellner im Schilde, der sich nach Ostende abgesetzt hat? Racksole, Nella und Prinz Aribert machen sich daran, das Komplott der drei Hotelangestellten aufzudecken. Ihr Blick hinter die funkelnde Fassade der mondänen Hotelwelt hält dabei so manche böse Überraschung bereit. Eigenwillige Helden, unerwartete Wendungen und Bennetts ureigene Mischung aus Sentiment und Ironie machen diese seit acht Jahrzehnten nun erstmals neu übersetzte Kriminalgeschichte zu einem aberwitzigen Lesevergnügen.


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