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Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

Walter Moers
Die Stadt der träumenden Bücher


Hörbuch Hamburg, 2005
Anzahl CDs: 14
Laufzeit in Minuten 1200
ungekürzte Lesung
Sprecher: Dirk Bach

Hoerprobe 1 (mp3, 0.5 MB)

Bestellen bei amazon.de

Nur ein toter Schriftsteller ist ein guter Schriftsteller

Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

Phistomefel Smeik, eine riesige fette Haifischmade und berühmtester Buchhändler Buchhaims, „bäumte sich auf und erzitterte. Kleine Wellen der Erregung rollten durch seine Fettmassen. Er brüllte, lies seinen Torso hin und herschwappen wie einen ledernen Sack voll Wasser und beruhigte sich wieder.“ Hildegunst von Mythenmetz, der Held dieses Buches, betrachtet gönnerhaft die lachende Made und denkt: „Ja, ja – so reagiert jeder, dem ich diese Geschichte zum Lesen gebe.“ Doch in Walter Moers Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“ geht es weniger um die Geschichte, die „so vollkommen, so makellos ist“. Viel mehr handelt er von der Suche Hildegunst von Mythenmetz nach dem Autor. Von Danzelot, seinem Dichtpaten, erhält er auf dem Sterbebett den einzigen Hinweis auf den Verbleib des Schriftsteller: Buchhaim! Und so macht er sich auf den Weg in diese Stadt, wo er nach einigen Umwegen schließlich im Antiquariat des Smeik landet. Nach der Lektüre des Textes verspricht ihm dieser, eine Analyse könne zweifelsfrei den Urheber des Textes feststellen. Doch diese benötigt 24 Stunden Zeit. Als Mythenmetz zum verabredeten Zeitpunkt erscheint, um die Wahrheit zu erfahren, tappt er in eine Falle. Als er, mehr Tod als lebendig, wieder erwacht, befindet er sich zu seinem Entsetzen in Unterhaim, den mörderischen Katakomben unter Buchhaim. Noch nie ist von hier jemand lebend zurückgekehrt – außer den Bücherjägern. nennen zu können.

Kuriositätenkabinett



Was Walter Moers hier an skurrilen Geschöpfen aufbietet, geht auf keine Kuhhaut. Da gibt es eitle Schrecksen, hässlich wie die Nacht, die am liebsten vorm Spiegel posieren und ihre Schönheit bewundern. Riesen, die mittels hunderter auf ihrem Körper befindlicher Tentakel eine Art Blindenschrift lesen. Spinnen, deren Herz riesige Edelsteine sind und zwergwüchsige Titanen. Nochmals eine Klasse für sich sind die Bücher: es gibt sprechende, giftige, tödliche, beißende, laufende, fliegende, wertvolle, träumende Bücher und allen begegnet Mythenmetz auf ihrer Odyssee durch das Labyrinth. Dabei stellt sich Hildegunst an wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen: kein Fettnäpfchen wird ausgelassen, keine Falle umgangen. So stolpert er von einer Gefahr zur nächsten und entgeht immer nur um Haaresbreite dem tödlichen Schicksal.
Doch dies Alles ist nichts im Vergleich zur größten Herausforderung, die sich ihm gegen Ende des Buches stellt: Er muss das Orm finden, sonst ist er verloren.

Auf dem Weg dahin lässt Moers dem Hörer keine Pause zum Verschnaufen. Die wendungsreiche Geschichte lässt einen nicht mehr los. Unbedingt will man hören, welche aberwitzigen Details als nächstes in die Geschichte eingewoben sind. Ständig nimmt Moers literarische Vorbilder auf die Schippe wie z. B. die griechische Mythologie oder Arthus Ritter der Tafelrunde. Doch beschränkt er sich nicht darauf sondern fügt diese Anspielungen nur sozusagen als Bonbon ein. Der Hauptanteil des Vergnügens entsteht durch die witzigen Dialoge, der „Weltfremdheit“ des Schriftsteller Mythenmetz und der bereits aus früheren Werken bekannten „Mythenmetz`chen Abschweifung“. Diese wird hier allerdings nicht mehr gesondert erwähnt, handelt es sich doch bei dem Roman um eine endlose Abschweifung, die einen nicht mehr aus dem Lachen heraus kommen lässt.



One Man Show



Über Dirk Bachs Stimmlage kann man geteilter Meinung sein. Über seine Fähigkeit, dieses Buch zu einem Brüller zu machen, nicht. Es ist einfach unbeschreiblich, zu welchen akrobatischen Leistungen seine Stimme fähig ist. Der ohnehin witzige Text artet manchmal dergestalt aus, dass man als Hörer vor Lachen keine Luft mehr bekommt. Sollten sie dieses Hörbuch als in der Öffentlichkeit hören, sollten sie vor schrägen Blicken gewappnet sein. Da wird gebrüllt, geschrieen, geweint, gelacht. Da hören wir Verzweiflung, Angst, Wut und Hass. Die Emotionen reichen von euphorisch bis panisch, von depressiv bis manisch mit allen nur denkbaren Zwischentönen.
Die Ausstattung der Schmuckbox ist angefangen beim schönen Design bis hin zum beiliegenden Booklet einfach nur exzellent. Besonderes Augenmerk wurde hier auf das Booklet gelegt, das mit vielen putzigen und witzigen Zeichnungen versehen ist. Und das es sich auch noch um eine ungekürzte Lesung handelt, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Fazit: Als Fazit bleibt hier nur: Das muss man einfach gehört haben!

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Können Bücher wirklich träumen? Bücher können alles – sogar töten!

Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Lesen ein letztes Abenteuer ist, wo einen Bücher nicht nur spannend unterhalten oder zum Lachen bringen, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können.Als der Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterläßt er seinen Schützling nur wenig mehr als ein Manuskript. Dieses aber ist so makellos, daß Mythenmetz sich gezwungen sieht, dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher. Als der Held sie betritt, ist es, als würde er die Tür zu einer gigantischen Buchhandlung aufreißen. Er riecht den Anflug von Säure, der an den Duft von Zitronenbäumen erinnert, das anregende Aroma von altem Leder und das scharfe, intelligente Parfüm von Druckerschwärze. Einmal in den Klauen dieser buchverrückten Stadt, wird Mythenmetz immer tiefer hineingesogen in die labyrinthische Welt, in der Lesen noch eine wirkliche Gefahr ist...


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