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Mo Hayder - Tokio

Mo Hayder
Tokio


Random House Audio, 2005
Anzahl CDs: 6
Laufzeit in Minuten 450
gekürzte Lesung
Sprecher: Sophie Rois
Übersetzer: Ute Thiemann

Hoerprobe 1 (mp3, 1.9 MB)

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Muss das sein?

Mo Hayder - Tokio

In Japan sind die Greueltaten der japanischen Armee an China bis heute ein Tabu-Thema.
Mo Hayder, bekannt durch Ihre beiden Bücher "Der Vogelmann" und "Die Behandlung", hat in Ihren Romanen kein Problem mit expliziter Gewaltdarstellung, Obszönität, Tot und Sex.

Da das Serienkillerthema mittlerweile ausgelutscht erscheint, muss man sich halt nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen.

Kathy Reichs hat schon Flugzeugabstürze und Greueltaten südamerikanischer Junta-Regime verwurstet. Der Trend scheint in die Richtung "Massenmord" zu gehen und was liegt da näher als Massaker. Ruanda wäre noch eine Option, aber vielleicht ist dies ja nicht political correct und Afrika war auch schon zu oft Schauplatz grausiger Romane. Aber der asiatische Kontinent ist sozusagen noch ein weißer Fleck auf der Karte der sogenannten Thriller-Autoren, wobei der Thrill für den Leser darin besteht, möglichst lange das Essen des Vortages bei sich zu halten.

Miss Hayder betritt nun als Erste diesen Kontinent und schickt eine kleine Studentin nach Tokio, die ein morbides Interesse an einem Massaker der japanischen Armee in Nanking zeigt, dem ca. 200.000 Menschen zum Opfer fielen.

Im Laufe des Romans, versehen mit den üblichen Zeitsprüngen, werden wir Ohrenzeuge dezidiert beschriebener Folter-, Sterbe- und Todesszenen, die in keinster Weise zur Spannungs- sondern nur zur Abscheusteigerung beitragen. Es stellt sich die Frage: Muss das sein? Vor kurzem erschien von Haruki Murakami, einem japanischen Autor, dass Hörbuch "Mister Aufziehvogel". Auch in diesem Roman spielen die Greueltaten der japanischen Armee eine wichtige Rolle. Allerdings beschränkt sich Hr. Murakami, im Gegensatz zu seiner Kollegin, auf die im Kopf seiner Leser/Hörer erzeugten Bilder des Horrors und setzt seine literarischen Fähigkeiten so geschickt ein, dass man gegen Ende der betreffenden Kapitel im Hörbuch, übrigens absolut genial interpretiert von Ulrich Mathes, erst einmal den Player ausstellen und Luft holen muss, um sich von der Intensität der im Kopf erzeugten Bilder zu erholen.

Miss Hayder geht einen völlig anderen Weg. Damit auch noch der letzte, geistig völlig derangierte und abgestumpfte Mitteleuropäer versteht, was sich da abspielt, ergeht sie sich in ausgiebigen Passagen übelster Gewaltdarstellung. Es gibt den seltenen Fall, in denen man solche literarischen Auswüchse als satirisch überzogen gelten lassen kann oder in dem sie als Appell für das Engagement für Folteropfer, z. B. bei Amnesty International, genutzt werden. Dies ist hier jedoch auf keinen Fall beabsichtigt. Alle Darstellungen dienen nur dem Zweck der Unterhaltung, und da muss man sich doch allen Ernstes fragen, was das für eine Gesellschaft geworden ist, die sich nur noch durch explizite Gewaltdarstellungen unterhalten fühlt.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Ein unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio: Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren verfolgt. Ein Filmausschnitt, der Gräueltaten japanischer Soldaten im chinesischen Nanking 1937 zeigt, soll die Lösung des Rätsels enthalten. Doch der Besitzer des Films, ein chinesischer Wissenschaftler, ist nur unter einer Bedingung bereit, ihr die Bilder zu zeigen: Grey soll ein mysteriöses Elixier aufspüren, das sich in den Händen des gefährlichsten Mannes von Tokio befindet, doch auch die Geschichte dieses Elixiers ist mit Blut getränkt – und zudem eng mit Greys eigener Tragödie verknüpft ...


"Besonders hervorzuheben ist auch die fantastische Stimme von Sophie Rois, die gerade durch ihre Brüchigkeit die Handlung unterstützt und das Bizarre und Skurrile noch weiter unterstreicht – eine wirklich gute Wahl des Verlages."
3sat / kulturzeit
"Sophie Rois liest "Tokio" meisterhaft. Mit einem leichten Wechsel von Tempo und Tonhöhe lässt ihre belegte Stimme Figuren entstehen, die man leibhaftig zu sehen glaubt."
Tages-Anzeiger
"Sophie Rois leiht in diesem rasanten, ungewöhnlichen Asien-Thriller den beiden Ich-Erzählern gekonnt ihre brüchige, intensive Stimme."
Hörzu
"Sie müssen bei diesem Hörbuch wissen, worauf sie sich einlassen. [...] Bereits nach der ersten CD gibt es kein Entkommen mehr!"
3 sat online
"… dafür sorgt auch die unvergleichliche Sophie Rois, deren spröde, kristallklare Stimme allein ein Erlebnis ist. Von der ersten bis zur letzten Minute."
AutoBild


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Webmaster: Jan Rintelen, Zürich/Schweiz Kontakt: rezensionen.ch