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Arno Geiger - Es geht uns gut

Arno Geiger
Es geht uns gut


Hanser, 2000
Gebunden
389 Seiten

Hoerprobe 1 (ram, 0 MB)

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Das ham wir uns verdient!

Arno Geiger - Es geht uns gut

Philip Erlacher Buddenbrook könnte auch der Name des Protagonisten sein. In liebenswert ironischer Weise erzählt uns der Autor an hand von einigen speziellen Jahrestagen zwischen 1930 und 1990 über das Schicksal derer von Erlacher.

Es gibt die aufrührerische Tochter, den strengen und gerechten Familienpatriarchen, der auf Grund seiner Überzeugungen unbequem und überflüssig wird. Es gibt die güte Großmutter, die künstlerische Mutter und den jüngsten Spross der Familie, den gewollt, aber schlecht gekonnten Schriftsteller Philip.

Es ist naheliegend, hier autobiographische Züge in der Person des Philips zu vermuten, nicht unbedingt betreffend der Erfolglosigkeit sondern eher von der Grundanlage des Charakters her. Philip ist die liebenswürdigste Person im ganzen Buch und durch seine Augen werden in Rückblenden, Zeitsprüngen und Geschichtsbrüchen die Schicksale seiner Familie mit dem politischen und gesellschaftlichen Schicksal Österreichs verknüpft. Dabei agiert Österreich wie eine weitere, lebendig gewordene Person im Hintergrund, die zwar nicht zu fassen, jedoch großen Einfluss auf die handelnden Personen im Buch nimmt.

Wer einen klassischen Familienroman erwartet, wird allerdings enttäuscht. Die Personenzeichnung erfolgt nicht so dicht wie sie vielleicht wünschenswert wäre; allerdings vermeidet der Autor wenigstens, seinen Charakteren einen zu schablonenhaften Unterbau zu geben so dass man den Eindruck hat, die Lebendigkeit der Protagonisten springe auf den Leser über.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Philipp Erlach hat das Haus seiner Großmutter in der Wiener Vorstadt geerbt, und die Familiengeschichte, von der er definitiv nichts wissen will, sitzt ihm nun im Nacken. Arno Geiger erzählt sie, als sei sie gegenwärtig: Von Alma und Richard, die 1938 gerade Ingrid bekommen und nichts mit den Nazis zu tun haben wollen. Vom fünfzehnjährigen Peter, der 1945 mit den letzten Hitlerjungen durch die zerbombten Straßen läuft. Von Ingrid, die mit dem Studenten Peter eine eigene Familie gründen will, und von Philipp, dem Sohn der beiden. Arno Geiger gelingt es, ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig zu machen.
Pressestimmen:
"Arno Geigers großer österreichischer Familien- und Geschichtsroman jenseits nostalgischer Klischees ... ein Werk von Einfühlungsgabe, Sprachkraft und Intelligenz."

Tilman Krause, Die Welt, 27.08.05

"Ein großartiger Familienroman ... Herausragend! 'Es geht uns gut' gehört zum Bemerkenswertesten, was zurzeit in der Literatur deutscher Sprache zu lesen ist. ... Arno Geiger erzählt ohne Sentimentalität mal chronologisch, mal gegen die Chronologie, mit großer Könnerschaft."

Volker Hage, Der Spiegel, 29.08.05

"Es ist eben die Literatur, die gleichzeitig von Vergessen und Erinnern erzählen kann und der es mit den Mitteln der Fiktion manchmal gelingt, ein wenig von der verloren geglaubten Zeit als Möglichkeit zurückzugewinnen."

Kolja Mensing, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.05

"Mit verbüffender Feinfühligkeit macht Arno Geiger seine Gestalten lebendig und glaubhaft. Die Personen sind fest verankert in den Zeitläufen, sie sind durch das kontinuierliche Erzählen im Präsens von einer fabelhaften Leichtigkeit und Nähe ... Mit meisterhafter Beiläufigkeit erzählt Arno Geiger Privates und Historisches, aus der Epoche der Väter und Grossväter mit ebensolcher Sensibilität wie aus neuerer Zeit, unscheinbare Details, die erst durch den Wortwitz ihren Glanz bekommen. ... Ein großer Roman!"

Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 27.09.05

"Ein großer Wurf!"

Der Standard

"Ein fulminantes, exzellent geschriebenes Buch."

Wolfgang Paterno, profil, 12.09.05

"... versteht es Geiger wie wenige deutschsprachige Autoren, Dialoge zu schreiben und Figuren, vor allem Frauenfiguren, zu charakterisieren. Es ist ein melancholisch-melodisch dahinfließendes Buch, in seinem Dahinfließen geheimnisvoll wie die Zeit, aber es ist auch ? wie jedes gute Buch ? ein Buch der Verzauberung und Verführung zum Leben."

Stefan Gmünder, Der Standard, 10.09.05


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