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Liane Dirks - Narren des Glücks

Liane Dirks
Narren des Glücks


Random House Audio, 2004
Anzahl CDs: 4
Laufzeit in Minuten 300
gekürzte Autorenlesung
Sprecher: Liane Dirks

Hoerprobe 1 (mp3, 2 MB)

Bestellen bei amazon.de

Weniger ist oft mehr

Liane Dirks - Narren des Glücks

Ein Roman steht und fällt mit seinen Protagonisten. Nimmt ein Autor die Charakterentwicklung nicht ernst oder gleitet ins Parodistisch-Ironische ab, kann es leicht geschehen, dass für den Hörer nach kurzer Zeit das Interesse an der Geschichte schwindet, da ihr einfach das Leben fehlt.

Thomas Mann zum Beispiel gelang mit seinem Debüt-Roman "Die Buddenbrooks" das Kunststück, seine Figuren bereits am Anfang so lebendig zu gestalten, dass man gerne fast 800 Seiten lang diese Familie auf allen Höhen und Tiefen begleitet.

In Liane Dirks Roman "Narren des Glücks" treten so viele verschiedene Personen auf und werden aus vielerart gestalteten Blickwinkeln betrachtet, dass dieses Kunststück auf den 222 Seiten des Romans mißlingt. Der Plot des Romans spielt auf einer Insel im Lago Maggiore und bedient sich beim geschichtsträchtigen Wechsel der ausgelassenen 20. zu den kargen 30. Jahren als Hintergrund. In dieser Kulisse werden die verschiedensten Personenkonstellationen beleuchtet. Das hier psychologisiert wird, was Freud hergibt, ist naheliegend, aber nicht erquickend. Zu plakativ werden hier Protagonisten mit Schlagworten aus der Psycho-Analyse beschrieben, um glaubhaft zu sein.

Als weiteres Stilmittel benutzt Liane Dirks benutzt den "stream of consciousness" in Form des inneren Monologes oder der indirekten Rede. Dies kann man als Reminszens an James Joyce und Virginia Woolf betrachten, beide Meister dieser Stilform. Allerdings wirkt dies im vorliegenden Fall eher unfreiwillig komisch und führt merkwürdigerweise dazu, dass man sich als Hörer mehr und mehr von den Protagonisten entfernt statt sich ihnen hinzuwenden.

Alles in allem betrachtet steckt das Buch voller guter Ideen, die leider aber nicht zu einem homogenen Ganzen gefügt wurden.

Weniger ist halt manchmal besser als mehr.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Im Jahre 1929 feiert der reiche Hamburger Kaufmann Max Bernheim auf den Brisago-Inseln im Lago Maggiore ein rauschendes Fest. Ebenfalls angereist ist der Halbbruder des Kaufmanns, ein Psychiater, der einige seiner Patienten mitbringt. Man feiert, ohne es zu wissen, das Ende einer Epoche, und so entwickelt sich das Fest zu einem Tanz auf dem Vulkan, einem Danse Macabre, an dessen Ende Ernüchterung steht, aber auch Läuterung und sogar Glück.


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