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Erich Maria Remarque - Im Westen nichts Neues

Ungebrochen aktuell

Erich Maria Remarque - Im Westen nichts Neues

Wenn man nach "DEM" Antikriegsroman des 20. Jahrhunderts fragt, fällt unweigerlich die Nennung des Titels "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque. Leider ist, gerade in der heutigen Zeit des Afghanistan-Krieges und anderer, weltweiter Krisenherde, die Aktualität des Themas ungebrochen. Doch merkwürdigerweise finden Nachrichten aus diesen Gebieten vergleichsweise selten Eingang in die Schlagzeilen der publikumsstarken Massenmedien.

Beim Hörverlag erscheint jetzt dieser Roman als Lesung durch August Diehl und man kann die Publikation zum jetzigen Zeitpunkt durchaus als politisches, doch neutrales Statement werten. Denn bereits bei Erscheinen als Vorabdruck im November 1928 löste das als "authentisch und wertefrei" angekündigtes Werk kontroverse Diskussionen aus, je nach politischer Couleur.

Der Roman handelt von einer Gruppe Abiturienten, die im Schwalle der allgemeinen Kriegsbegeisterung 1914, angestachelt von ihrem Lehrer Kantorek, geschlossen in die Armee eintreten. Der Ich-Erzähler Paul Bäumer träumt dabei genauso von Ruhm und Ehre wie der gesamte Rest des Jahrgangs. Doch schnell erfolgt die Ernüchterung, als sie bei der Ausbildung an den Schleifer Himmelstoß geraten, der ein gnadenloses Regiment führt und die Gruppe schikaniert, wo er nur kann.



Henryk M. Broder - Die letzten Tage Europas

Die Wahrheit will dauernd ans Licht…

Henryk M. Broder - Die letzten Tage Europas

„Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an Nichts, sie glauben allen möglichen Unsinn. Der Unsinn, an den die aufgeklärten Menschen von heute glauben, heißt Europa…“ Solche und andere polemische Weisheiten haut uns der Publizist Henryk M. Broder in seinem neuen Buch „Die letzten Tage Europas“ am laufenden Band um die Ohren. Dabei muss man ihm die Intelligenz, mit der er dabei vorgeht, schon hoch anrechnen. Er ist belesen, hat offensichtlich gut recherchiert. Und ist ein Meister im „Weglassen“ oder „Andeuten“. Mit seinen eloquenten Tiraden trifft er sicherlich den Nerv der Zeit: am 22.09.2013 erhielt die AfD fast 5 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl und das ist genau die Klientel, welche hier angesprochen wird.



Judith Kuckart - Wünsche

Die Summe aller Zufälle

Judith Kuckart - Wünsche

Es ist Silvester, Vera Conrads 46. Geburtstag. Und seit sie 18 Jahre alt wurde, läuft jedes Jahr die gleiche Routine ab: nachmittags kommen ihre Freunde zu Besuch und dann guckt man bei Sekt und Mettbrötchen gemeinsam den Film, in dem sie als 12-jährige mitgespielt hat. Aber dieses Jahr ist es anders: sie verlässt morgens das Haus, ohne Handy und Haustürschlüssel, und fährt zum Hallenbad: „Nur einmal ist Vera hier gewesen, vor Jahren, als Jo noch Kindereintritt zahlte“. In der Umkleidekabine steht neben ihr eine Frau, die deutlich jünger ist, ihr aber vage ähnelt. Vera folgt der jungen Frau in den Gemeinschaftsduschraum und „Plötzlich hat Vera das Gefühl, sie könnte tatsächlich das Gesicht der anderen ausprobieren wie ein Kleid und dazu deren Leben, wie eine zweite Biographie, die genauso möglich gewesen wäre wie die, die zufällig ihre eigene geworden ist.“ Sie stiehlt deren Personalausweis, Kleidung und Geld und verwirklicht ihren Jugendtraum - sie flieht nach London.



Neal Shusterman - Vollendet

Dystopie für Jugendliche

Neal Shusterman - Vollendet

„Der zweite Bürgerkrieg, auch bekannt als Heartland-Krieg, war ein langer blutiger Konflikt um eine einzige Streitfrage. Um den Krieg zu beenden, wurden mehrere Zusätze zur Verfassung verabschiedet: „Die Charta des Lebens“. Beide Streitmächte, die Abtreibungsgegner und die Abtreibungsbefürworter, erklärten sich mit der Charta einverstanden“

Nach der Charta ist das menschliche Leben unantastbar, außer in der Zeit zwischen dem 13. – und 18. Lebensjahres. In dieser Zeit können die Eltern „rückwirkend“ abtreiben, wenn der gesamte Jugendliche als Organspende verwandt wird und so „weiterlebt.“

Im ersten Band lernen wir die drei Figuren Connor, Riza und Lev und damit auch drei Gründe für die rückwirkende Abreibung kennen: Connor ist aufsässig; Riza lebt in einem überfüllten städtischen Waisenhaus und ist einfach zu viel und Lev ist ein sogenanntes „Zehntopfer“; eines von zehn Kindern einer Familie wird dann aus religiösen Gründen geopfert. Im Zweiten Band kommen noch Starkey, ein Storchenkind, Miracolina und Cam, beides Zehntopfer, hinzu. War es im ersten Teil noch ein Unfall, welches die Protagonisten zusammen brachte, ist es zu Beginn ein Überfall auf den Transport zum Erntecamp, der den drei neuen Charakteren die Freiheit bringt.



Thomas Stangl - Die Regeln des Tanzes

Die Haut der Wörter

Thomas Stangl - Die Regeln des Tanzes

„Also gut, es geht nicht anders, beginnen wir mit…“ dem Zitat, dass fast alle Rezenten benutzt haben, weil es einfach genial ist:

„Zwei bösartige Gnome wie aus einem schlechten Märchen haben mit einer Bande von Faschisten und Gaunern die Macht im Land übernommen“.

Dieses Statement bezieht sich auf die politische Situation in Österreich im Februar des Jahres 2000 und ist die Ausgangslage von Thomas Stangls Roman „Die Regeln des Tanzes“. Obwohl Politik, mal offensichtlicher, mal unterschwelliger, eine wichtige Rolle in seinem vierten Roman spielt, ist es kein politischer Roman. Im Mittelpunkt der fein verästelten Handlungs- und Zeitstränge stehen die beiden Studentinnen Mona und ihre ältere Schwester, deren Namen man erst auf der vorletzten Seite des Romans erfährt. Gleich zu Beginn des Romans verlässt Mona die gemeinsame Wohnung ohne eine Nachricht zu hinterlassen und hinterlässt ihre Schwester hilf- und ratlos.



Devin O. Pendas - Der Auschwitz Prozess

Denkwürdiger Prozess

Devin O. Pendas - Der Auschwitz Prozess

Im Dezember 2013 jährt sich der Beginn des „Auschwitz-Prozesses“ zum 50. Mal. Im Vorfeld dieses bedeutenden Jahrestages erscheint im Siedler-Verlag eine historisch-juristische Aufarbeitung dieses Weltereignisses mit dem schlichten Titel „Der Auschwitz-Prozess – Völkermord vor Gericht“. Autor ist der amerikanische Professor für Geschichte am Boston College Devin O. Pendas. Doch hinter der vermeintlichen Bescheidenheit des Titels verbirgt sich ein hochkarätiges, vielschichtiges und populär-wissenschaftliches Sachbuch, welches der Frage nachgeht: „Welche rechtlichen, politischen und kulturellen Probleme, welche Konsequenzen ergaben sich aus der Tatsache, dass der Völkermord als Teil der eigenen Geschichte vor Gericht nach nationalem Recht verhandelt wurde?“



Johanna Krause, Klaus-Henning Krause - ADHS im Erwachsenenalter

Modediagnose „ADHS bei Erwachsenen“?

Johanna Krause, Klaus-Henning Krause - ADHS im Erwachsenenalter

Seit der DAK-Studie „Doping am Arbeitsplatz“ ist sie wieder in aller Munde, die Frage: "Gibt es das Zappelphilipp-Syndrom/ADHS auch bei Erwachsenen?". Denn lt. dieser Studie erhalten über ein Viertel derjenigen Patienten, welche mit dem Wirkstoff  Methylphenidat behandelt werden, diesen „ohne dokumentierte oder nicht bestimmungsgemäße Erkrankung“. Für Experten keine überraschende Zahl, fehlen doch bisher noch exakte epidemiologische Untersuchungen über die Prävalenz der ADHS im Erwachsenenalter. Des Weiteren existiert eine weitere, besondere Schwierigkeit bei der exakten Diagnostik: die Abgrenzung von ADHS zu Verhaltensstörungen sowie dissozialen Persönlichkeitsentwicklungen. Ein bis heute zu wegweisendes Fachbuch, welches sich hervorragend als grundlegende Einführung in die Thematik der  exakten Bestimmung und Methodik eignet, ist hierbei das Buch „ADHS im Erwachsenenalter“ des Doktoren-Ehepaars Johanna und Klaus-Henning Krause, welches im 2. Nachdruck 2008 aufgelegt wurde. Besonderen Wert legt das Autorenpaar auf die Notwendigkeit zur Differenzialdiagnostik und Erkennung möglicher Komorbiditäten. Besonders die Abgrenzung zur Borderline-Persönlichkeitsstörung gestaltet sich sehr schwierig, da sich die Symptome beider Erkrankungen erheblich überschneiden können. Die Behandlungskonzepte beider Erkrankungen weichen jedoch erheblich voneinander ab.




Craig Russell - Carneval

Fleisch statt Kamelle

Craig Russell - Carneval

Der Beginn des Romans soll Unheil und Symbolik ausstrahlen: eine Frau hetzt atemlos durch eine Menschenmenge und morbideste Gedanken jagen durch ihren Kopf: „Wahnsinn! Wohin sie auch blickte herrschte Verrücktheit. Sie lief durch Scharen von Geistesgestörten und hielt verzweifelt nach einer Zuflucht unter Normalen Ausschau, wo sie Rettung finden konnte… Sie drängte sich durch die Feiernden hindurch, fort von den beiden massiven Türmen, die sich aus dem Tohuwabohu der Straßen schwarz und bedrohlich in die Nacht erhoben.“ Nein, falsch geraten. Es handelt sich nicht um eine Szene aus dem jährlichen Winterschlussverkauf, sondern um den Beginn des neuesten Romans von Craig Russell mit dem Titel „Carneval“. Dieser spielt, diesmal zumindest teilweise richtig geraten, während des Karnevals in Köln. Leider gibt es noch zwei – drei andere Handlungsstränge, so dass die eigentlich beabsichtigte Thrillerstimmung gar nicht erst aufkommt. Denn: wenn man die alten Kamellen des Autors nicht kennt, bleibt der Lesespaß auf der Strecke. Und das ist auch außerhalb des Karnevals nicht witzig.




Tobias Rüther - Helden - David Bowie und Berlin

Bowie in Berlin

Tobias Rüther - Helden - David Bowie und Berlin

Der dramaturgische Höhepunkt der vorliegenden "Helden"-Biographie über Bowies Berliner Schaffensperiode läuft auf die 750-Jahr-Feier der Stadt hinaus: am 6. Juni 1987 spielte David Bowie vor dem Reichstagsgelände, auf westlicher Seite, und von Osten her kamen die Jugendlichen und pochten an die Mauer, die zwei Jahre später unter dem nun stärker werdenden Klopfen endgültig zusammenbrechen sollte. "Tear down this Wall", hatte Ronald Reagan an Gorbatschow gerichtet gerufen, aber vielleicht war es vielmehr Bowies Song "Helden", der über die Mauer hinweg, den eigentlichen Schlachtruf zum Niedergang des Kommunismus formuliert hatte: "I, I remember/ Standing by the wall/ And the guns shot above our heads/ And we kissed as though nothing could fall/ And the shame was on the other side/ Oh we can beat them for ever and ever/ Then we could Heroes just for one day".



George R. R. Martin - Das Lied von Feuer und Eis

Keine Sicherheit

George R. R. Martin - Das Lied von Feuer und Eis

Dieses Hoerbuch wurde uns von Audible zur Verfügung gestellt

Die in „Das Lied von Eis und Feuer“ beschriebene Welt erinnert mehr an das Mittelalter König Arthus’ als an einen klassischen Phantasy-Roman. Im Mittelpunkt des ersten Hoerbuches steht die Familie von Eddard Stark. George R. R. Martin führt ihn und seine Kinder gleich zu Beginn des Hoerbuches auf dem Ritt zu einer Hinrichtung ein. Dies geschieht jedoch nicht auf die klassische Weise, in dem ein übergeordneter Erzähler berichtet, sondern jeder einzelne Charakter erzählt aus seiner Sicht von den Geschehnissen. Auch die einzelnen Kapitel des Romanzyklus sind nicht mit Zahlen oder Überschriften benannt, sondern tragen den Namen des jeweiligen Erzählers. Mit diesem Kunstgriff erfährt der Hoerer viel über die Außenwahrnehmung der Protagonisten. Doch nicht nur diesen Einblick gewährt die außergewöhnliche Erzählart. Starke Gefühle, wie beispielsweise Liebe, Hass, Wut, können so viel intensiver zum Ausdruck gebracht werden. Dadurch ergeben sich zwangsläufig im Laufe der epischen Geschichte viele verschiedene, alles glaubwürdige, Blicke auf alle Handelnden, die häufig völlig entgegen gesetzt sind. Der Hoerer ist in einer ständigen Spannung, ob der Eindruck, den er bisher von jemandem gewonnen hat, ein paar Seiten später noch gilt. Und das Schöne dabei ist: die verschiedenen Charaktere wiederholen bei ihren Erzählungen nicht noch einmal geschehenes, sondern führen die Geschichte weiter. So ergeben sich alleine durch diese Technik zwei sich ständig weiter entwickelnde Erzähl-Layer.




Harlan Coben - Ein verhängnisvolle Versprechen

Da haste den Schlamassel

Harlan Coben - Ein verhängnisvolle Versprechen

Dieses Hoerbuch wurde uns von Audible zur Verfügung gestellt

Wegen eines, vielleicht vorschnell, gegebenen Versprechens sitzt Myron Bolitar mitten in der Nacht in seinem Wagen, um Aimee, der Tochter einer Freundin, aus der Bredouille zu helfen: er nahm ihr das Ehrenwort ab, niemals in das Auto eines Betrunkenen zu steigen. Frappanterweise liegt sein eigenes Befinden irgendwo in der Mitte zwischen Betrunken und Katernachwirkung.
Nachdem er Aimee aufgegabelt und sie zu ihrem gewünschten Ziel gebracht hat, fährt er wieder nach Hause und fällt wie tot ins Bett. Am nächsten Tag erfährt er, dass Aimee verschwunden und er der letzte ist, der sie (lebend?) gesehen hat. Schnell stellt die Polizei Parallelen zu einem anderen Fall her: einige Tage vor Aimee ist bereits ein anderes Mädchen verschwunden. Diese ist die Tochter des örtlichen Mafiabosses. Und nicht nur die Polizei möchte von Myron wissen, was er mit diesen beiden Fällen zu tun hat.



Torsten Krol - Callisto oder Die Kunst des Rasenmähens

Wer andern eine Grube gräbt

Torsten Krol - Callisto oder Die Kunst des Rasenmähens

Odell Dufus will sich eigentlich nur freiwillig bei der US-Armee melden. Dort gibt es freies Essen und gute Bezahlung. Und wenn es sein muss, würde er auch im Irak kämpfen – das gibt doppelten Sold. Auf dem Weg zum Rekrutierungsbüro gibt sein Auto den Geist auf. Ausgerechnet bei Dean, einem versoffenen Rüpel, der als Rasenmähermann sein Geld verdient, findet er Unterschlupf. Unglücklicherweise stirbt Dean, nachdem im Odell einen Baseballschläger über den Scheitel gezogen hat. Und das ist erst der Auftakt zu einer absurd-komischen Posse, die alles durch den Kakao zieht, was den Amerikaner heilig ist.



Victor D. LaValle - Monster

Kaspar Hauser in Queens

Victor D. LaValle - Monster

Der Ich-Erzähler Anthony ist der Anti-Held aus Victor D. Lavalles Debütromans „Monster“. Seit er seine eigene Wohnung hat, macht sich seine Familie Sorgen um ihn. Und eines Tages bekommt er Besuch: „In einem grünen Leihwagen fuhren sie quer durch New York State, um mich als wilden Mann … aufzuspüren. Hatte eine Brille mit gesplitterten Gläsern auf der Nase, und auf meinem Kopf türmten sich die Haare als gigantischer Afroblumenkohl. Ich wog dreihundertundfünfzehn Pfund… Meine Familie brachte mich nach Hause und verfrachtete mich da in den Keller.“ Kaspar Hauser in Queens - auch Liebe kennt Grenzen. Dies erkennt auch Anthony schnell: „Ihre Fürsorge war wunderbar, aber ihre herablassende Art war tödlich – und überraschend.“



Charlotte Roche - Feuchtgebiete

Smack my Smegma

Charlotte Roche - Feuchtgebiete

Dieses Hoerbuch wurde uns von Audible zur Verfügung gestellt

Die Protagonistin dieses Romans ist die einsame, sensible, verträumte 18 jährige Hellen. Hellen liegt wegen einer Operation im Krankenhaus und langweilt sich fast zu Tode. Echte, mitfühlende Freunde scheint sie nicht zu haben. Denn besucht wird sie nur von ihren geschiedenen Eltern, mit denen sie aber kaum redet. Denn nicht die Kommunikation mit diesen ist ihr Anliegen, sondern dass sich ihre Eltern wieder in einander verlieben. Deswegen hofft sie inbrünstig, dass sich die beiden während der Besuchszeiten wieder über den Weg laufen. Allerdings verpassen diese sich ständig …

So flüchtet sich Hellen zum Ausgleich ihres frustrierenden Lebens in eine Phantasiewelt. Auch dort spielt Reden kaum eine Rolle. Wovon sie träumt, ist sexuelle Befriedigung. Je weiter weg vom spießigen Blümchen-Sex, umso besser.




Antje Hinz, Corinna Hesse - Israel hören - Das heilige Land

Reise ohne Ende?

Antje Hinz, Corinna Hesse - Israel hören - Das heilige Land

Heute vor 60 Jahren wohnte die gesamte Menschheit einem außergewöhnlichen Akt bei: Der Gründung Israels. Doch nicht alle Staaten begrüßten dies; noch in der Nacht der Gründung erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien Israel den Krieg. Viele Print- und Hoerbuchverlage haben dieses Datum zum Anlass genommen, inhaltlich und thematisch völlig unterschiedliche Titel zu produzieren. Eines der ausgewogensten und interessantesten ist das Kultur-Hoerbuch „Israel erleben“ aus dem Silberfuchs-Verlag; gerade weil es NICHT den blutigen Konflikt in den Vordergrund stellt, NICHT polarisieren oder verteidigen will und doch NICHT unpolitisch ist.




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